Grundwasserabfluss für Fundamente - REMONTNIK.PRO

Grundwasserabfluss für Fundamente

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Wenn es um den Schutz des Fundaments eines Gebäudes vor überschüssiger Feuchtigkeit geht, kommt zunächst die Abdichtung ins Spiel. Bei der Errichtung des Fundaments ist es wichtig, eine Abdichtung sicherzustellen. Dann stellt sich die nächste Frage:

Warum braucht man eigentlich eine Drainage?

Die Antwort ist einfach: Die Abdichtung verhindert, dass Wasser den Baustoff des Fundaments beschädigt, während die Drainage die Abfuhr dieses Wassers gewährleistet. Deshalb sollten Abdichtung und Drainage für das Fundament gemeinsam durchgeführt werden, aber niemals ersetzen sich gegenseitig.

Die Drainage ist ein komplexes ingenieurtechnisches System zur Abfuhr von überschüssiger Feuchtigkeit von Wänden und Fundamenten. Dazu zählen Schneeschmelzwasser, Regenwasser und Grundwasser. Wenn sich das Grundstück mit dem Haus in einer Senke befindet oder die Grundwasserspiegel hoch liegen, müssen Maßnahmen zur Abfuhr der Feuchtigkeit vom Grundstück oder zumindest vom Fundament des Hauses ergriffen werden. Dadurch wird die Oberflächenstauung vermieden und die jährliche Schwankung des Wasserspiegels sowie das stehende Wasser deutlich reduziert.

Das Drainagesystem besteht aus Rohren, die in einer Grube um den Fundamentumlauf verlegt werden, sowie einem Inspektions- oder Kontrollschacht. Auf dem Markt gibt es Drainagerohre, die mit Geotextil umhüllt sind. Dadurch vermeiden die Rohre Verstopfungen und funktionieren effizienter, was die Lebensdauer des gesamten Drainagesystems verlängert. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Verwendung solcher Rohre das Geotextil innerhalb des Systems nicht ersetzt.

Nicht nur die Bauteile, sondern auch die korrekte Planung des Drainagesystems sind entscheidend. Denn nur eine korrekt durchgeführte Vorbereitung und sorgfältige Arbeit garantieren die Funktionalität des Systems.

Arten von Drainage

Zur Schutz des Fundaments vor Wasser gibt es zwei Arten von Drainage: angrenzende und ringförmige Drainage. Bei der angrenzenden Art ist eine Seitenwand der Grube die Fundamentwand selbst, bei der ringförmigen ist die Grube 1,5–3 Meter vom Haus entfernt. Wenn das Gebäude eine Kellergeschoss oder einen Untergeschoss hat, wird die angrenzende Drainage verwendet, wenn solche Räume fehlen, reicht die ringförmige aus.

Die ringförmige Drainage unterscheidet sich von der angrenzenden dadurch, dass sie sich in einiger Entfernung vom Gebäude befindet. Außerdem weist sie weiche Bögen der Rohre auf (abgerundete Verbindungen), daher der Name. Die genaue Entfernung vom Haus muss nicht exakt eingehalten werden, solange sie 3 Meter nicht überschreitet. Unbedingt muss jedoch die erste Regel der Drainage-Planung eingehalten werden: die Verlegung der Rohre muss unterhalb des Fundamentsockels erfolgen.

Die Effizienz der ringförmigen Drainage ist etwas geringer als die der angrenzenden. Sie kann eingesetzt werden, wenn die Überschwemmung der Baustelle gering ist und eine Auffahrt um das Haus vorhanden ist. Es ist wichtig zu erwähnen, dass die angrenzende Drainage etwas teurer ist als die ringförmige, aber nicht wesentlich.

Arbeiten zur Installation

Die Arbeiten zur Installation einer Wasserabfuhr vom Haus können mehrere Wochen dauern – es ist unwahrscheinlich, dass sie schneller abgeschlossen werden können. Daher ist es wichtig, vor Beginn der Arbeiten die Umgebung des Hauses vor Regen und Verschmutzungen zu schützen. Die folgenden Schritte sind erforderlich:

  • Graben einer Grube auf einer Tiefe unterhalb des Fundamentsockels um ca. 10–20 cm. Die Wände der Grube müssen verstärkt werden, um Erdrutsche zu vermeiden.
  • Reinigen des Fundaments von Verschmutzungen und alter Abdichtung (für angrenzende). Danach muss es getrocknet und erneut abgedichtet werden. Dazu können Beschichtungs- oder Folienabdichtungsmaterialien oder Mastix verwendet werden.
  • Verlegen des Geotextils. Das Material muss die Kiesfüllung vollständig umschließen. Wenn die Rückfüllung ebenfalls mit Kies erfolgt, muss das gesamte Grabenfeld mit Geotextil umhüllt werden.
  • Verlegen einer 5–10 cm dicken Kiesunterlage.
  • Verlegen der Drainagerohre. Der Neigungswinkel der Rohre muss in Richtung des Schachts etwa 3 Grad betragen. Dadurch fließt das Wasser natürlich in den Schacht; andernfalls müsste eine Pumpe zur Abpumpe installiert werden.
  • Einbau der Regenwasserkanalisation, falls vorgesehen.
  • Rückfüllung der Rohre mit Kies. Schichtstärke 50–70 cm. Dieser Schicht dient als natürlicher Filter für das Wasser und schützt die Rohre, da er sich nicht verfestigt und die Rohre nicht eindrückt.
  • Die Rückfüllung kann mit Sand (häufig bei ringförmiger) oder Kies (bei angrenzender) erfolgen.
  • Errichtung einer Auffahrt beim angrenzenden Drainagesystem (mit allen Komponenten). Falls keine Auffahrt geplant ist oder die ringförmige Variante gewählt wurde, erfolgt die Rückfüllung und Verdichtung des Bodens mit einem Gefälle vom Fundament weg.
  • Beachten Sie, dass die angrenzende Drainage manchmal in einer Entfernung von 0,5–1 Meter vom Fundament des Hauses installiert wird. Dadurch wird die Abdichtung nicht beschädigt, und die Wasserabfuhr ist gewährleistet. Allerdings ist in diesem Fall keine Regenwasserkanalisation möglich.

    Die Installation einer Drainage ist ein kostspieliges Vorhaben, da der Arbeitsaufwand hoch ist und die Materialkosten ebenfalls nicht gering sind. Das System funktioniert jedoch nur dann richtig, wenn es korrekt ausgeführt wird. Daher sollte die Installation an Fachleute übertragen werden, und es ist keinesfalls verkehrt, deren Arbeit zu überwachen.

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