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Verkleidung mit Spanplatten

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Spanplatten sind vermutlich eines der am weitesten verbreiteten und beliebtesten Verkleidungsmaterialien in Russland. Ihre Popularität resultiert aus einer Kombination folgender Merkmale: Einfachheit der Montage, ökologische Reinheit und ästhetische Qualität des Oberflächenmaterials.

Spanplatten erlangten weite Verbreitung in einer Zeit, als zunächst in der Sowjetunion und später in Russland ein gravierender Mangel an hochwertigen Baumaterialien für Bau und Innenausstattung bestand. Heute, da der Mangel überwunden ist und der Markt mit einer Vielzahl moderner Materialien für Wandverkleidungen überschwemmt ist, behält die Holzspanplatte trotzdem eine führende Position unter Baufirmen und Privatpersonen. Ein Teil dieser Beliebtheit ist auf die hohe Vielseitigkeit zurückzuführen – sie wirkt harmonisch sowohl im Eingangsbereich als auch in Saunas und in sonstigen Nutzräumen.

Herstellung und Arten von Spanplatten

Spanplatten werden durch Fräsen dünner, gerade geschnittener Bretter hergestellt, die aus irgendwelchen Gründen nicht in die Standardqualitäten von Sägespänen eingereiht wurden. Abgelehnte Bretter werden auf eine Dicke von 1,5–2 cm abgeschliffen, wobei alle defekten oder minderwertigen Teile (Fäulnis, herausfallende Knoten usw.) entfernt werden. Anschließend wird das Produkt „gefasst“ (mit einem Spezialwerkzeug wird ein Längsteil abgenommen, um ein Relief zu erzeugen), und ein Teil der Kante wird abgetragen, um eine Nut-und-Feder-Verbindung zu bilden.

Die wichtigsten Holzarten, aus denen Spanplatten hergestellt werden, sind Kiefer, Linde, Alnus und Lärche. Kiefer-Spanplatten sind die günstigsten und daher am häufigsten verwendeten. Linde- und Lärchenplatten zeichnen sich durch hohe Festigkeit und Haltbarkeit aus; Alnus-Platten durch ästhetische Qualitäten. Linde-Spanplatten werden hauptsächlich für Saunen und Bäder verwendet, Lärchenplatten für Außenanwendungen. Andere Arten werden ausschließlich in Innenräumen mit normaler Feuchtigkeit empfohlen.

Je nach Anzahl und Größe der Knoten pro Quadratmeter werden Spanplatten in Klassen von A bis C eingeteilt. Klasse A ist die beste, mit nahezu keinem sichtbaren Knoten. In Klasse C ist die maximale Anzahl an Knoten zulässig.

Verkleidung von Wänden und Decken mit Spanplatten

Die Montage ist sehr einfach: Spanplatten können entweder an Holzleisten („Unterzug“) oder direkt an die Wand befestigt werden, wenn diese z. B. aus Brettern oder Plattenmaterial besteht. Allerdings werden meistens Leisten aus Holz in der Höhe des Bodens aufgestellt und fixiert, meistens mit einem Querschnitt von 20 x 40 mm oder 30 x 45 mm.

Vor Beginn der Befestigung sollten die Spanplatten mit einem Holzschutzmittel behandelt und lackiert werden. Diese einfachen Maßnahmen verlängern die Lebensdauer erheblich und verbessern das ästhetische Erscheinungsbild des verkleideten Raums. Es gibt drei Hauptmontagearten:

  • Horizontal;
  • Vertikal;
  • Kombiniert.

Horizontale Anordnung ist sinnvoll bei der Verkleidung kleiner Räume, da sie den Raum optisch etwas vergrößert. Vertikale Anordnung eignet sich für niedrige Räume, wie Mansarden, da der menschliche Blick durch die gleiche optische Täuschung den Raum höher erscheinen lässt. Kombinierte Verlegung ist technisch anspruchsvoller und verlangt besondere Fähigkeiten, wird bei nichtkonventionellen Lösungen eingesetzt.

Die Unterkonstruktion wird horizontal bei vertikaler Anordnung und vertikal bei horizontaler Anordnung montiert. Der Abstand zwischen den Leisten darf in keinem Fall mehr als 1 Meter betragen. Danach werden die Spanplatten mit kleinen Nägeln (z. B. Möbel-Nägel) an die Leisten geschlagen, sodass jede nachfolgende Platte mit der vorherigen in die „Feder-Nut“ verbindet. Nach jeder zehnten Platte sollte mit einem Wasserwaage oder Lot die Ausrichtung vertikal oder horizontal überprüft werden.

Wichtig: Bei vertikaler Anordnung sollte die Montage vom linken Ecken nach rechts beginnen, wobei der erste Element sehr genau positioniert und fest verankert werden muss, da dies die Richtigkeit der gesamten Montage beeinflusst. Bei horizontaler Anordnung müssen die Platten mit der Feder nach oben verlegt werden – dies ist die einzig zulässige Methode, um Feuchtigkeitsansammlung in den Nut- und Feder-Verbindungen zu vermeiden und die Lebensdauer der Spanplatten zu verlängern.

Nach Abschluss der Montage kann die gesamte Konstruktion in einem bis zwei Durchgängen mit wasserbasiertem Lack überzogen werden, um die Nagelköpfe zu verdecken. Während der Nutzung des Gebäudes kann die Feuchtigkeit der Spanplatten regelmäßig mit einem Feuchtemesser gemessen und die Schutzlackschicht erneuert werden. Wenn die Feuchtigkeit in den Platten ansteigt, bedeutet dies, dass der Raum getrocknet werden muss und eine bessere Belüftung notwendig ist. Diese Maßnahmen gemeinsam verlängern die Lebensdauer der gesamten Konstruktion.

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