Schalldämmung von Wänden
Auf dem modernen Markt an Baumaterialien und Technologien gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Schalldämmung verschiedener Bauteile, vor allem von Wänden. Bevor wir die Materialien zur Geräuschdämmung beschreiben, betrachten wir zunächst die Arten und Übertragungswege von Schall innerhalb eines Raums.
Arten von Geräuschen
Alle Geräusche, die in einen Raum eindringen, werden in zwei Hauptarten unterteilt, abhängig von ihrer Natur. Der häufigste Typ ist Luftschall – beispielsweise menschliche Sprache, Geräusche von vorbeifahrenden Fahrzeugen, Bürogeräte usw. Luftschall breitet sich durch Luftschwingungen aus, wenn die Geräuschquelle eine akustische Welle erzeugt, die dann das Ohr erreicht.
Der zweite Typ ist Stossgeräusch – beispielsweise Schritte, Geräusche von Werkzeugen usw. Der Übertragungsweg dieses Geräuschtyps sind Wände und Decken, genauer gesagt ihre starren Verbindungen. Im Wesentlichen breitet sich Stossgeräusch durch Vibrationen des Bauteils selbst aus.
Unterschiedliche Übertragungswege erfordern unterschiedliche Lösungen. Während eine Wand mit mineralwolfigem Material gefüllt ausreicht, um gegen Luftschall zu schützen, ist es bei Stossgeräusch notwendig, Schallbrücken zwischen Wand und Decke zu unterbrechen, indem man eine schwimmende Bodenplatte anordnet. Diese Konstruktion bildet eine Art Bad aus einer harten, stabilen Platte mit hervorragenden Schalldämm-Eigenschaften. Das Material wird in 20 cm breite Streifen geschnitten und bildet etwas wie ein Sockelblech um die zu isolierende Fläche. Der Boden selbst wird ebenfalls mit 30–40 mm dicken Platten ausgelegt. In die entstandene Kammer wird eine Zement-Sand-Unterlage gegossen. Sobald die Unterlage abgegossen ist, entsteht ein vollständig isolierter, schwimmender Boden, der von der Wand oder Trennwand durch eine 3–4 cm dicke Schicht aus mineralwolfigem Schalldämmmaterial getrennt ist – dieses Material bildet genau die Unterbrechung der Schallbrücke zwischen Decke und Wand.
Schutz vor Luftschall
Die Grundlage für eine komfortable akustische Umgebung ist die Verstärkung der Wanddicke und die Beseitigung aller Spalten, Hohlräume und Öffnungen in Trennwänden. Die Wanddicke wird durch zusätzliche Verkleidungen aus Gipskarton erhöht, die mit leichtem, faserförmigen Isoliermaterial gefüllt sind.
Die Verwendung von Matten und Platten aus Glasfasern ist hier durchaus sinnvoll, da sie bei relativ geringer Dicke eine hervorragende Dämpfungseigenschaft besitzen. Jeder Eigentümer eines isolierten Raums möchte die maximale Nutzfläche behalten, vor allem durch Optimierung der Wanddicke. Der Schallabsorptionsindex (Rw) von Glasfasermatten ist so hoch, dass eine 100 mm dichte Schalldämmplatte die Schallabsorption einer 1-Meter-Mauer aus Ziegel übertrifft.
Um zusätzliche Schallabsorption zu erzielen, können die Gipskartonplatten von innen mit einer speziellen Schalldämm-Membran von Teknosound beklebt werden, die die Absorption um 10 bis 15 Prozent erhöht.
Welche Räume sollten isoliert werden?
Natürlich ist der ideale Fall, wenn die Schalldämmung in jedem Raum eines Hauses oder einer Wohnung erfolgt. In manchen Fällen ist dies aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht immer möglich. In solchen Fällen betrachten wir nun die wichtigsten Raumtypen, deren Wände und Decken vor allem isoliert werden sollten.
Zunächst sind dies Räume mit Heimkinos, Musikanlagen und anderen Geräten, die starke Geräusche erzeugen. Zweitens lohnt es sich, die Bauteile und Wände zu isolieren, die zu Aufzügen, Technikräumen oder anderen Räumen mit Maschinen und Geräten führen.
Auswahl des Füllmaterials für schalldämmende Wandverkleidungen
Umfangreiche Studien des Instituts für Bauphysik der Russischen Akademie der Wissenschaften bestätigen, dass die Schallabsorption eines faserigen Materials unabhängig von seiner Dichte ist, solange diese zwischen 11 und 45 kg/m³ liegt. Bei verschiedenen Materialien auf Basis von Glasfasern und Steinwolle unterscheidet sich der Schallabsorptionsindex (Rw) um nicht mehr als 2 dB, was bedeutet, dass er praktisch unverändert bleibt.
Bei steigender Dichte nimmt der Schallabsorptionswert logischerweise ab. Bei der Auswahl eines Schalldämmmaterials sollte man sich an den Daten zur Schallabsorption im vibroakustischen Zertifikat für die Konstruktion orientieren. Auf Basis der experimentell ermittelten Werte kann man eine geeignete Konstruktion wählen, um den Geräuschpegel um den gewünschten Betrag zu reduzieren.







