Einziegel-Dach
In diesem Artikel betrachten wir die Vor- und Nachteile von Einfeld-Dächern sowie eine kurze Anleitung für die Installation selbst. Aber zunächst die Grundlagen.
Vor- und Nachteile des Einfeld-Dachs
Das Einfeld-Dach gilt mit Recht als wirtschaftlichste aller ähnlichen Lösungen hinsichtlich Materialverbrauchs und Arbeitsaufwand. Daher werden solche Dächer häufig auf temporären Gebäuden oder in Häusern ohne dauerhafte Nutzung errichtet: Sommerhäusern, Gästehäusern und dergleichen.
Der Hauptvorteil eines Einfeld-Dachs ist, dass es immer belüftet sein muss. Das bedeutet, dass die Konstruktion spezielle Öffnungen in den Kniestärmen vorsieht, die eine Luftzirkulation im Unterdachraum (zwischen der Dämmung des Bodens und der Dichtung der Dachfläche) gewährleisten, unabhängig von der Windgeschwindigkeit draußen.
Die Belüftung des Dachs hilft, Feuchtigkeit und Kondensat aus der Dachkonstruktion im Winter nach draußen zu leiten und reduziert somit Wärmeverluste über die gesamte Struktur. Im Gegensatz dazu werden Doppelziegeldächer oft ohne Belüftung gebaut.
Im Winter und Frühjahr ist der Vorteil des Einfeld-Dachs, dass der Schnee nicht lawinenartig abrutscht. Dies liegt daran, dass die Dachneigung nicht mehr als 6–9 % betragen darf, was ein schnelles Abgleiten unmöglich macht. Der Schnee schmilzt auf solchen Dächern allmählich.
Aber wie man sagt, hat jede Münze zwei Seiten – und die Bezahlung für diesen Vorteil ist regelmäßiges manuelles Schneeschieben. Besonders wichtig bei intensiven Schneefällen. Der Schnee sammelt sich schnell auf Einfeld-Dächern an, und wenn man zu lange wartet, besteht die Gefahr, dass die Schneemasse die Tragfähigkeit des Sparrensystems übersteigt.
Einfeld-Dach selbst bauen
Der entscheidende Punkt beim Bau eines Einfeld-Dachs ist die korrekte Berechnung der Höhe zweier gegenüberliegender Wände. Diese muss unterschiedlich sein, wobei die hintere Wand niedriger als die Vorderfassade sein muss, da genau dies die notwendige Neigung erzeugt. Grundsätzlich hängt die Dachneigung vollständig vom verwendeten Dichtungsmaterial ab: bei Metalldachziegeln sollte sie etwa 8 % betragen, bei Ruberoid oder anderen bituminösen Rollmaterialien etwa 5 %.
Die Einhaltung der Dachneigung ist äußerst wichtig, da beispielsweise ein Fehler von 0,5 % bei einem Einfeld-Dach aus Profilblech zu einer übermäßigen Schneelast auf das Blech führen und das Risiko des Durchbiegens unter Schneemasse erhöhen kann.
Der wichtigste Bauteil eines Einfeld-Dachs sind die Sparren, die auf dem Mauerlat (Führungsbalken) aufliegen. Empfohlene Querschnitte: Maurelat 120 x 120 mm, Sparren 50 x 150 mm oder 100 x 150 mm. Der Maurelat wird mit Ankern an den Gebäudewänden befestigt.
Sparren werden in vorgesehene Aussparungen im Maurelat eingelegt und zusätzlich mit Schrauben oder Haken befestigt. Wenn die Dachlänge 4–4,5 Meter überschreitet (was relativ häufig vorkommt), muss die Sparre zusätzlich gestützt werden, um Durchbiegung zu vermeiden.
Sparren werden in einem Abstand von 600 bis 1200 mm montiert. Am beliebtesten ist 600 mm – dies ist am kosteneffizientesten bezüglich der Ausschneidung von Dämmstoff und Verkleidungsmaterialien (Gipskarton, OSB, ZSP usw.). Die Enden aller Balken ragen etwa 50 cm über die Außenwände hinaus, um die Abwässerung zu ermöglichen.
Senkrecht zur Sparrenkonstruktion wird die Unterkonstruktion aus 20 x 40 mm oder 30 x 50 mm Holzprofilen montiert. Der Querschnitt und der Abstand hängen vom Gewicht und der Befestigungsmethode der endgültigen Dichtungsmembran ab. Je schwerer die Membran, desto massiver muss die Unterkonstruktion sein und desto enger der Abstand zwischen den Holzleisten.
Wichtig: Alle Holzbauteile des Einfeld-Dachs müssen mit einem Schutzmittel gegen Schimmel und Brandschutzmittel behandelt werden, um die Lebensdauer im gesamten Gebäude zu verlängern. Zwischen den Sparren wird in der Regel Dämmung aus Glaswolle oder Basaltwolle verlegt. Auf der Innenseite wird eine Dampfsperre eingelegt, auf der Außenseite eine atmungsaktive, superdiffusionsfähige Dichtungsmembran.







