Wände aus Gipskarton mit eigenen Händen

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Gipskarton als Ausstattungsmaterial für Wände und Decken ist relativ neu, obwohl bereits im letzten Jahrhundert ähnliche Materialien wie Trockenputz und Gipsplatten verwendet wurden. Aufgrund schlechter Einsatzeigenschaften war deren Nutzung jedoch begrenzt, und später wurde ganz darauf verzichtet.

Gipskarton weist im Vergleich zu diesen Materialien eine höhere Festigkeit auf, da er nicht einfach aus Gips besteht, sondern eine Grundlage aus geschäumtem, faserigem Gipsfüller hat. Neben der Festigkeit bietet Gipskarton hohe Wärme- und Schalldämmung, und die ökologische Reinheit ist unbestritten, da Gips ein natürliches Material ist.

Da heute die meisten Dinge, die Menschen umgeben, aus synthetischen Komponenten bestehen, oft mit zweifelhaften Eigenschaften, ist die Natürlichkeit von Gipskarton (GKP) ein großer Vorteil. Ebenso wichtig ist, dass jeder Heimwerker die Installation von Wänden aus Gipskarton selbst durchführen kann.

Montage von Gipskartonplatten an Wänden

Ein moderner europäischer Renovierungsstil ist nahezu unmöglich ohne Gipskartonplatten (GKP). Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Deckenverkleidung, Türrahmen, Erstellung von Bögen (im nassen Zustand biegt er sich). Doch am häufigsten wird er für Wandverkleidungen verwendet – selbst unebene Wände wirken nach der Installation glatt und perfekt.

Bevor die Montage beginnt, müssen die GKP-Platten vorbereitet werden: Fläche der Befestigung messen und ggf. zurechtschneiden. Für Wände wird in der Regel Gipskarton mit 12 mm Dicke verwendet. Die Standardbreite beträgt 1200 mm, die Länge variiert je nach Hersteller zwischen 2 und 4 Metern.

Die Anzahl der Platten hängt von der Raumhöhe und der Länge der GKP-Platten ab. Zu lange Platten sind schwer zu transportieren und beim Hochtragen über die Treppe unpraktisch. Daher ist eine Länge von 2,5 m optimal.

Vorbereitung der GKP-Platten auf die gewünschte Größe

Um Gipskarton präzise zuzuschneiden, legen Sie eine gerade Holzleiste (auch ein Bauplatte oder ein langes Wasserwaage kann verwendet werden) an die Platte an, drücken sie fest an und führen mit einem Schreibermesser eine Kerbe ein. Dabei wird die obere Papierlage und ein Teil des Gipsfüllers durchtrennt. Achten Sie darauf, nicht zu stark zu drücken, sonst kann die Platte durchbohrt werden, was zu Unebenheiten am Schnitt führt.

Anschließend wird die Platte umgedreht und entlang der eingerissenen Linie gebrochen. Danach wird die Verbindungspappe mit dem Messer abgetrennt. Falls die Oberfläche uneben ist, kann sie mit einem speziellen Schleifwerkzeug für GKP, das eine Stahlraspe mit hoher Härte als Schneidwerkzeug verwendet, nachbearbeitet werden.

Ein ebener Schnitt ist entscheidend, da GKP-Platten aneinandergelegt werden. Alle Mängel sind dann deutlich sichtbar und müssen mit Kitt nachgefüllt werden.

Wie man Gipskarton an die Wand befestigt

Die Montage erfolgt vertikal, beginnend unten; wenn eine Platte nicht ausreicht, wird eine zweite darüber montiert. Vermeiden Sie bei Möglichkeit Fugen in der Nähe von Türen und Fenstern, da hier später Risse auftreten können. Nach der Vorbereitung der Platten kann die Montage erfolgen.

Die Montage von GKP erfolgt auf zwei Arten: rahmenlos oder mit Metall- oder Holzrahmen. Beim rahmenlosen Verfahren wird der Gipskarton mit speziellem Kleber an die Wand geklebt. Die Wandfläche muss trocken und sauber sein und darf keine Lack- oder Farbschicht aufweisen.

Die beste Wahl ist das Kleben auf eine verputzte Fläche – zur besseren Haftung kann die Oberfläche mit Grundierung behandelt werden. Nach der Vorbereitung der Wand kann der Kleber aufgebracht werden.

Rahmenloses Verfahren: Gipskarton an die Wand kleben

Kleber wird als trockener Pulver verkauft, daher muss er zunächst gemäß den Anweisungen in der beigefügten Gebrauchsanleitung mit Wasser vermischt werden. Danach wird eine dünne Schicht Kleber auf die Wand aufgetragen. Auf der Rückseite der GKP-Platte wird der Kleber in großen Körnern mit etwa 40 cm Abstand aufgetragen. Danach wird die Platte an die Wand angelegt und mit Wasserwaage und Bauplatte ausgerichtet.

Zur sichereren Verbindung zwischen GKP und Wand wird eine Gummi-Kiesschlag oder ein Hammer mit Holzplatte verwendet. Vorsicht ist geboten, um die Platte nicht zu beschädigen. Nach 30 Minuten ist der Kleber vollständig getrocknet.

Wenn alle Platten angeklebt sind, werden die Fugen mit Gipsband (Serpanband) verklebt und mit Kitt verfugt. Nach Schleifen und Grundierung ist die Gipswand für die weitere Veredelung bereit – dies kann Tapete oder Farbe je nach Wunsch sein.

Verfahren mit Rahmen: Holz oder Metall?

Bei diesem Verfahren werden die GKP-Platten mechanisch an ein bereits an der Wand montiertes Gestell aus dünnem Metallprofil oder Holzbalken befestigt. Zwischen Wand und GKP kann Isolierung oder Installationen platziert werden, die nach der Montage versteckt sind. Außerdem ist die Konstruktion zerlegbar, sodass man jederzeit auf defekte Rohre oder Kabel zugreifen kann.

Heute gibt es eine große Auswahl an Metallprofilen – sie sind einfach zu montieren, weshalb das Metallgerüst vorzuziehen ist. Im Gegensatz zu Holz ist es nicht anfällig für Schimmel, Schädlinge oder Feuchtigkeitsschäden. In feuchten Räumen ist Metall eindeutig überlegen. Holz kann durch Feuchtigkeit deformieren, verrotten und Risse verursachen.

GKP an Metallrahmen befestigen

Für ein Metallgerüst werden Führungsschienen an Decke und Boden (manchmal auch an der Wand) montiert, sowie vertikale Stützprofile mit 600 mm Abstand (mit kurzen Schrauben-Klips an den Führungsschienen befestigt). Um die Stabilität des Rahmens zu gewährleisten, werden die Stützprofile auch an die Wand angekurbelt – hier werden gerade Haken verwendet.

Nach dem Aufbau des Rahmens werden die GKP-Platten mit Schrauben mit Senkkopf in Abständen von ca. 250 mm befestigt. Die Schraube dringt durch die Platte und in die Mitte des Stützprofils ein, der Kopf sitzt eingebettet in das Material und wird später mit Kitt verdeckt – so bleibt es für Außenstehende unsichtbar.

Die Fugen zwischen den Platten werden mit Serpanband verklebt und mit Kitt verfugt. Danach wird die gesamte Oberfläche grundiert, darauf können Tapeten oder andere Oberflächenmaterialien verlegt werden.