Wärmedämmung von Wänden in Wohnungen
Dieser Artikel beschreibt Methoden und Optionen zur Dämmung von Wänden in Neubau- und Altbauwohnungen. Wir betrachten die einfachsten und kostengünstigsten Lösungen zur Dämmung von Außenwänden sowie zur Schalldämmung von Innenwänden.
Dämmung von Wänden hinter Gipskartonplatten
Die häufigste Methode zur Dämmung von Wohnungen ist die Verwendung einer Gipskartonobhülle mit Füllung des Zwischenraums zwischen der Gipskartonplatte und der Wand mit Mineralfaser- oder Glasfaserdämmung.
Bei näherer Betrachtung dieser Konstruktion sind folgende wichtige Punkte zu beachten:
- Auf der Raumseite ist eine zuverlässige, dichte Dampfbremse aus synthetischer Folie (z. B. Spanbond) erforderlich. Diese Maßnahme schützt die Dämmung vor Feuchtigkeit durch Kondensat, da sich der Taupunkt innerhalb des Dämmmaterials befindet.
- Die Gipskartonplatten werden auf ein System aus Metallprofilen und geraden Hängern montiert. Länge des Hängers und Abstand zur Wand werden je nach gewünschter Dämmstoffdicke gewählt. Es muss ein Abstand von 1,5–2 cm zwischen Dämmung und innerer Oberfläche der Gipskartonplatte eingehalten werden.
- Die Befestigung der Gipskartonplatten erfolgt mit Spezialschrauben für Metall (feine Gewinde) am Rand der Platte im Abstand von 20–40 cm sowie querliegend mit Abstand von 60 cm.
Mineralfaserdämmung bietet nicht nur hervorragende Wärmedämmung, sondern auch hervorragende Schalldämmung. Die Verwendung solcher Materialien hinter Wandverkleidungen reduziert den eindringenden Außenlärm in Wohnräumen deutlich.
Dämmung in mehrschichtigen Konstruktionen
Falls es um die Sanierung und Dämmung von Wohnungs- und Raumwänden ohne Verlust der nutzbaren Fläche geht, ist die Anwendung sogenannter eingeblasener Dämmung die optimale Lösung. Besonders relevant ist dies für Eigentümer von Gebäuden mit dreischichtiger Mauerwerkstechnologie.
Typischerweise werden mehrschichtige Mauerwerkswände mit Kugelpolystyrol gedämmt, das in dieser Konstruktion äußerst kurzlebig ist. Nach 5–7 Jahren Betrieb entsteht anstelle der Polystyrolschicht eine Hohlraum, der mit Luft gefüllt ist. Die genauen Ursachen dafür sind komplex, aber das Ergebnis ist Einfrieren der Wände und hohe Wärmeverluste für den Gebäudeeigentümer.
Die eingeblasene Dämmung besteht aus fein zerkleinertem Glasfasermaterial, das speziell für die Einspritzung in eine geschlossene Wandhöhle über eine spezielle Pumpe (Druckeinheit) vorbereitet ist.
Der Kern dieses Verfahrens liegt darin, dass in der Wand (im inneren Schicht) mit einer Spezialbohrer ein Loch mit etwa 12 cm Durchmesser gebohrt wird, in das ein Schlauch aus der Druckeinheit eingelegt wird. Das Glasfasermaterial wird buchstäblich „eingeblasen“ (daher der Name) in die Hohlräume. Diese Methode ist ideal für Fälle, bei denen keine Nutzfläche verloren gehen darf, sowie wenn schmutzige und staubige Arbeiten beim Renovieren und Ausmalen vermieden werden sollen.







