Flüssigbodenbeläge
Asphalt und andere Bodenbeläge widerstehen oft nicht 250–300 kg/m² pro Minute. Auch in Büros – teure Schuhe von Gästen, hochwertige Ausstattung usw. – erfordern eine sorgfältige Planung des Bodenaufbaus.
Asphaltschichten und andere Bodenbeläge widerstehen oft nicht 250–300 kg/m² pro Minute. Auch in Büros – teure Schuhe von Gästen, hochwertige Ausstattung usw. – erfordern eine sorgfältige Planung des Bodenaufbaus.
Die Summe dieser Faktoren macht den Einsatz selbstnivellierender Flüssigböden unverzichtbar. In diesem Artikel betrachten wir, welche Arten von Flüssigböden existieren, aus welchen Materialien sie hergestellt werden und wie sie in Räumen installiert werden.
Ursprung und Arten von Flüssigböden
Im Wesentlichen ist ein Flüssigboden eine trockene Baustoffmischung aus einem Zementgrund, einer Reihe von Zusatzstoffen mit folgenden Funktionen:
- Plastifizierer – erhöhen die Belastbarkeit gegenüber statischen und dynamischen Kräften;
- Verfestigungsbeschleuniger – verkürzen die Zeit bis zur Einsatzbereitschaft nach dem Gießen;
- Zusätze, die die Festigkeit und Härte des Flüssigbodens erhöhen;
- Quarzsand;
- Zementbasis.
Flüssigböden werden auf Baustellen in 25 kg-Säcken geliefert, die die oben genannten Komponenten enthalten. Grundsätzlich werden Flüssigböden in zwei Arten unterteilt:
Durch die Installation des Estrichs erfolgt die erste Ebenenkorrektur des Untergrunds. Die Endschicht, die aufgrund der Oberflächenspannungskräfte des Gussmittels selbstnivellierend wirkt, bildet die endgültige, hochfeste und perfekt ebene Schicht im „Bodenpaket“.
Verlege-Technologie
Vor dem Gießen der Untergrundschicht („Estrich“) muss der Untergrund (z. B. Betonplatte, wasserfeste Sperrholzplatte usw.) grundiert werden. Die verwendeten Grundierungen sind speziell, basierend auf Epoxidharz oder Polyurethan.
Viele Hersteller bieten heute Flüssigböden mit antistatischen Eigenschaften an, die den Menschen vor elektrischen Stromschlägen verschiedener Herkunft schützen. Wenn ein solcher Boden installiert werden soll, ist nach der Grundierung ein Erdungssystem erforderlich, bevor die erste Schicht gegossen wird.
Anschließend wird die schnellhärtende Estrichschicht gegossen. Die trockene Mischung wird mit Wasser in der auf dem Beutel angegebenen Mischverhältnis vermischt, intensiv gerührt, bis eine homogene Konsistenz wie Joghurt entsteht. Das Gießen erfolgt entweder vollständig im Raum von Wand zu Wand oder innerhalb eines Holzformteils.
Wenn der Untergrund uneben ist, wird er durch die Estrichschicht maximal ausgeglichen (auch „mit Schablonen“ möglich), damit die Endschicht mit maximaler Abdeckung und minimalen Material- und Dickeverbrauch auf die erste Schicht fließt. Ein Vorteil von Flüssigböden ist ihre extrem geringe Dicke – ab 3,5 mm und mehr. Trotz dieser minimalen Dicke behalten sie hohe Festigkeit dank der in ihnen enthaltenen Verstärkungselemente und Zusätze, die die Tragfähigkeit des Estrichs erhöhen.
Wenn die erste Estrichschicht mit einem speziellen Werkzeug (aus zwei Brettern in T-Form) geglättet werden kann, um eine perfekte Form zu erreichen, fließt die zweite, Endschicht selbstständig und glättet sich, da auf molekularer Ebene Oberflächenspannungskräfte wirken. Nach dem Gießen darf der Boden mehrere Tage lang keiner Belastung ausgesetzt werden.
Nach dem Verdunsten des Wassers und der Härte des Zementanteils kann die Bodenfläche allmählich belastet werden, ohne die volle Belastung zu erreichen. Die Trockenzeit jeder Bodenmarke wird vom Hersteller für seine Produkte festgelegt. Unterschiedliche Hersteller können sich in diesem Punkt erheblich unterscheiden.
Ein besonderer Typ von Flüssigböden sind industrielle Böden. Sie zeichnen sich durch hohe Belastbarkeit aus. Dies ist beispielsweise wichtig an Orten mit schwerem Maschinenbetrieb, der Vibrationen mit kurzer Amplitude erzeugt – der gefährlichste Betriebszustand für die strukturelle Integrität des Bodens.
Ein weiterer Unterschied industrieller Flüssigböden kann ihre chemische Beständigkeit sein, die durch spezielle Zusätze in der Rezeptur erreicht wird, die chemische Reaktionen auf der Oberfläche verhindern. Diese Eigenschaft ist für Produktionsstätten mit aggressiven Umgebungen wichtig.
Wohn- und Büroflüssigböden können mit allen modernen Bodenbelägen wie Parkett, Laminat, Korkboden usw. einfach veredelt werden. Die Montage dieser Beläge über dem Estrich unterscheidet sich nicht von der Montage auf beliebige andere Oberflächen. Im Gegensatz dazu werden industrielle Böden oft ohne weitere Veredelung eingesetzt – die Endschicht bleibt wie sie ist.




