Wie man eine Wand für Fliesen vorbereitet
Wie bereitet man eine Wand für Fliesen vor, damit die Nutzung einer verkleideten Räumlichkeit jahrelang sicher, komfortabel und nur Freude bereitet? Dazu genügt es, einfache Regeln zu befolgen:
- Die Wände müssen stabil und eben sein;
- Der Untergrund muss gründlich staubfrei sein;
- Einige Oberflächen erfordern zusätzliche Vorbereitung (Wasserdichtungsarbeiten, Verkleidung mit Metallnetz, Einritzen usw.);
- Auch die Fliesen müssen sauber sein.
Reinigen der Wände: Staub, Schmutz, Fett, alte Fliesen entfernen
Wenn das Haus neu ist und die Wände noch nie verkleidet wurden, genügt in der Regel die Reinigung der Oberfläche von Staub, Schmutz und zufällig verbleibenden Baumaterialien. Harte Partikel werden manuell mit einem Spachtel oder Schleifpapier entfernt, schwierigere Schichten mechanisch abgetragen. Zur Staubentfernung werden spezielle Grundierungen verwendet, aber auch PVA-Lösung mit Wasser verdünnt kann eingesetzt werden.
Anderes gilt, wenn die Wände bereits verkleidet waren, besonders wenn sie früher mit Fliesen verkleidet wurden. In diesem Fall muss die alte Verkleidung vollständig entfernt, Klebereste beseitigt, der Untergrund gereinigt und die Oberfläche ausgerichtet werden.
Besonders schwierig ist die Reinigung von besonders festen Materialien wie Farbe oder Fliesen. Oft ist es praktisch unmöglich, alte Farbe mit einem Spachtel abzuschaben; hier kann man mit Hammer und Meißel häufige Risse erzeugen. In nicht-wohnlichen Räumen werden Lack- und Farbmaterien mit Feuer entfernt.
Verstärkung und Ausrichtung der Wände
Wände, insbesondere Trennwände, können beschädigt oder nicht ausreichend stabil sein. In solchen Fällen müssen sie zuerst verstärkt werden, bevor man zur Reinigung, Ausrichtung und Fliesenverlegung übergeht.
Die Ebenheit der Wände ist leider oft ungenügend. Kein Problem, wenn die Abweichung gering ist – eine solche Grundlage kann durch den Fliesenkleber während der Verlegung ausgeglichen werden.
Aber große Unebenheiten erfordern zusätzliche Ausrichtung: herausragende Stellen müssen abgeschliffen werden, danach Fugen und Vertiefungen ausgeglichen. Hierfür werden spezielle Spachtelmaterialien verwendet; größere Unebenheiten werden verputzt oder Gipskartonplatten werden an die Wand angebracht. Nach diesen Arbeiten sollte die Oberfläche einige Tage trocknen.
Vorbereitung verschiedener Untergründe: Beton, Ziegel, Holz
Die Schwierigkeit der Vorbereitungsarbeiten hängt nicht nur vom Alter der Wände, sondern auch vom Material ab, aus dem sie gebaut sind. Die Wände können verschiedene Untergründe haben:
- Putz,
- Holz,
- Ziegel,
- Stein,
- Beton.
Im Idealfall werden Fliesen auf verputzten oder Gipskarton-Untergründen verlegt. Verputzte Wände werden durch Klopfen auf Hohlraum und schwache Stellen überprüft, die dann verspachtelt und ausgerichtet werden.
Ein Holzuntergrund muss stabil und sicher sein, um das hohe Gewicht der Fliesen zu tragen. Auch Holzgebäude können mit Fliesen verkleidet werden – hier wird ein Metallnetz an die Wände angebracht, auf das eine Schicht Putz aufgetragen wird.
Neue Wände sollten einige Monate ruhen, bevor die Verkleidungsarbeiten beginnen. Bei Ziegelwänden aus Tonziegeln genügt es, die Fugen zu verfugen; Silikat- und Betonziegel erfordern dagegen einen Putz.
Vorbereitung von Badezimmern und Räumen mit hoher Feuchtigkeit
Ein besonderes Merkmal der Vorbereitung für die Verkleidung von Pools, Badezimmern, Toiletten, Küchen und anderen Räumen mit hoher Feuchtigkeit ist die obligatorische Durchführung von Wasserabdichtungsarbeiten.
Die Abdichtung erfolgt auf ausreichende Höhe, damit Wasser nicht in angrenzende Räume eindringt. Zum Beispiel müssen Pools vollständig abgedichtet werden, während in Badezimmern die Wände typischerweise bis zu einer Höhe von 1,5 Metern behandelt werden.
Moderne Abdichtungsmaterialien sind zuverlässig und einfach anzuwenden. Doch bei der Wandvorbereitung muss darauf geachtet werden, dass keine unverarbeiteten oder schlecht behandelten Bereiche übrigbleiben, um zukünftige Probleme zu vermeiden.
Nach ordnungsgemäßer Vorbereitung des Untergrunds muss die Wand korrekt markiert werden, wobei Länge und Breite der Fliesen sowie die Fugenbreite berücksichtigt werden. Ohne diese Markierung ist eine saubere Fliesenverlegung nicht möglich.
Ein paar letzte Worte
Der erste Fliesenreihen muss korrekt verlegt werden, wozu eine ideale Ebenheit in vertikaler und horizontaler Richtung notwendig ist – hier hilft ein Baustellenniveau. Gut, wenn der Boden eben ist, aber meistens werden Fliesen gerade in Räumen verlegt, in denen der Boden absichtlich leicht geneigt ist, um Abfluss zu gewährleisten. Deshalb verwendet der Handwerker ein Wasser- oder Flüssigkeitsniveau, um Markierungen an der Wand festzulegen und den ersten Reihen zu erstellen.
Bei der Auswahl eines Handwerkers sollte man nicht auf verlockend niedrige Preise setzen, wenn man nicht sicher ist, ob der Fachmann kompetent und verantwortungsbewusst ist. Man sollte bedenken, dass Fliesen teuer und ziemlich schwer sind, und die Verlegung ein anstrengender und zeitaufwendiger Prozess ist. Um Zeit und Geld für Nacharbeiten zu sparen, ist es wichtig, die Vorbereitung der Wände für die Verkleidung mit voller Ernsthaftigkeit anzugehen.







