Wandmalerei im Interieur
Wenige Menschen fragen sich, warum das so ist, aber viele stellen sich die andere Frage: Wie schafft man eine Atmosphäre, die Wohlbefinden fördert? Beantwortet man die erste Frage, ist die Antwort auf die zweite leicht zu finden.
Ich vertraue meinen Augen!
Der Gesamteindruck entsteht aus winzigen Details – Licht, Geruch, besonders aber die Gestaltung der Wände. Da Menschen 80–85 % ihrer Informationen über das Sehen erhalten, hängt das Eindruck von einem Raum stark davon ab, was die Wände „erzählen“. Die moderne Baubranche bietet viele Möglichkeiten für die Oberflächenveredelung. Eine vergleichsweise junge, aber schnell an Popularität gewinnende Methode ist die Wandmalerei.
Wiederbelebung einer alten Kunst
Der Begriff „jung“ bedeutet nur, dass diese Technik der Wanddekoration erst kürzlich in modernen Interieurs eingesetzt wurde. Doch das Konzept „Wandmalerei“ reicht tief in die Vergangenheit zurück. In früheren Zeiten konnten nur sehr reiche Menschen solche Räume gestalten. Die Arbeit dauerte Jahre, kostete schier unglaubliche Summen, brachte aber Prestige und unbestrittenen Ruf.
Heute hat die Bedeutung der Wandmalerei weiterhin ihre Kraft: ein gut gewähltes Bild mit professioneller Ausführung unterstreicht Geschmack und Autorität des Eigentümers. Doch es gab gravierende technische Fortschritte, die dem modernen Entwicklungsstand entsprechen. Spezielle Werkzeuge, Farben und Materialien ermöglichen eine optimale Vorbereitung der Wand, sichere Qualität und minimieren Zeit- und Kostenaufwand.
Arten der Wandmalerei
Je nach Methode der Bildanbringung unterscheidet man zwei Arten:
- traditionell,
- modern.
Bei der traditionellen Methode sind nur Pinsel erlaubt – keine modernen Hilfsmittel. Dazu gehören Malerei auf frischem oder getrocknetem Putz, sowie die Verwendung von Acryl-, Tempera- oder Ölfarben.
Bei der modernen Variante werden aktuelle Werkzeuge wie der Airbrush eingesetzt. Neben klassischen Farben können auch moderne Materialien verwendet werden: fluoreszierende, lichtspeichernde Farben sowie Farben mit Perlmutt-Effekt. Ein moderner Trend ist die Malerei auf dekorativem Putz, bei der der Künstler eine Relief-Struktur schafft, bevor das dreidimensionale Bild entsteht.
Farben
Wichtigste Farben sind:
- Acryl,
- Tempera,
- Aerosolfarben.
Acrylfarben werden am häufigsten für Wandmalerei im Innenraum verwendet. Sie haften gut, reflektieren Licht schön, trocknen schnell und sind ungiftig – sicher für Menschen und Tiere.
Für feine Details wird Tempera verwendet. Sie ermöglicht ein sehr feines, subtileres Ergebnis.
Aerosolfarben werden oft missverstanden. Viele meinen, sie eignen sich nur für Autotuning, Scooter oder ähnliches. Es wird oft angenommen, dass mit ihnen kein wirklich schönes, feines Bild entstehen kann. Doch viel hängt vom Können des Airbrush-Künstlers ab. Ein großer Vorteil solcher Farben ist ihre Haltbarkeit.
6 Gründe, Wandmalerei im Interieur zu wählen
…malen wir, dann leben wir!
Die großen Möglichkeiten und der hohe Preis verlangen besondere Sorgfalt beim Bildauswahl. Man kann der Mode hinterherlaufen, den „letzten Trend“ jagen – doch weiser ist es, in der Wohnung die eigene Individualität zu zeigen. Denn man wird lange in diesen Wänden leben.
In dem Film „Kreuzung“ war die Wand in der Wohnung des Hauptdarstellers, gespielt von Leonid Jarmolnik, von „einem Bekannten Künstler“ gemalt. Darauf war ein Kreuzung von sieben Wegen dargestellt – ein vertrautes Symbol für den Charakter. Selbst als er beschloss, das Leben zu verändern und Renovierungsarbeiten zu beginnen, konnte er das Bild nicht verdecken, weil er die Schönheit nicht verlieren wollte…
Genau so sollte man ein Bild wählen – denn man wird lange in einer Umgebung mit gemalten Wänden leben.







