Farbe oder Tapete
Beim Renovieren oder Bauen stehen Eigentümer oft vor der Herausforderung, eine Wandbeschichtung auszuwählen. Eine Entscheidung ist jedoch erst möglich, wenn die Besonderheiten verschiedener Ausbaumaterialien und deren Einsatzbereiche bekannt sind.
Arten von Tapeten
PapiertapetenIn vielen Jahrzehnten waren Papiertapeten beliebt und bleiben bis heute die am häufigsten verwendeten. Zu ihren Hauptvorteilen zählen Umweltverträglichkeit und relativ niedrige Kosten. Zu den Nachteilen zählen geringe Haltbarkeit, Verfärbung in Bereichen, die direktem Sonnenlicht ausgesetzt sind, sowie die Notwendigkeit einer gründlichen Oberflächenbereitung vor der Anbringung.
VinyltapetenDiese Art von Tapeten eignet sich besonders gut für Küche, Bad und WC. Dank einer Polyvinylchlorid-Schicht auf einer Papierunterlage können Wände mit solchen Tapeten feuchtreinigt werden. Sie haben meist eine strukturierte Oberfläche, die durch Lichtreflexion einen zusätzlichen dekorativen Effekt erzeugt.
Sie sind dauerhafter als Papiertapeten und können dank ihrer Struktur kleine Unebenheiten an den Wänden verbergen. Ein Nachteil ist, dass es sich um ein synthetisches Material handelt, das schlecht durchlüftet. Daher wird ihre Verwendung in Räumen mit unzureichender Belüftung nicht empfohlen.
Tapeten für die FarbgebungTapeten für die Farbgebung werden in zwei Arten hergestellt: auf Papier- oder Filzunterlage. Das Papierprodukt ist dichter als herkömmliche Papiertapeten und besteht aus mehreren Schichten dicker Pappe mit komprimiertem, feinem Holzspänen dazwischen. Diese mehrschichtige Struktur ermöglicht eine gute Abdeckung kleiner Unebenheiten und hält wiederholtes Streichen aus.
Tapeten mit Filzunterlage werden oft für die erste Ausbaumaterialien oder Renovierungen in Neubauten verwendet. Sie glätten nicht nur die Wandoberfläche, sondern stärken sie auch. Kleine Risse, die sich bei der Einbausiedlung eines neuen Hauses natürlich ergeben, breiten sich nicht aus. Allerdings ist besondere Vorsicht erforderlich, bevor die erste Farbschicht aufgetragen wird: die Oberfläche besteht aus geschäumtem Vinyl und ist leicht abnutzbar, z. B. durch Berührung mit beweglichen Möbeln, Haushaltsgeräten oder Baumaterialien.
Arten von Lacken und Farben
- Wasserverdünnbare Emulsionsfarben – eine der am häufigsten verwendeten Arten von Lack- und Farbmaterialien. Sie werden für eine einfache und problemlose Bemalung von Holz- oder vorher grundierten Metallteilen sowie verputzten Oberflächen verwendet.
- Akrylfarben eignen sich sowohl für innen- als auch außenverwendete Arbeiten. Sie eignen sich perfekt für die Bemalung verschiedenster Oberflächen und werden daher als universelle Lack- und Farbprodukte weithin genutzt.
- Silikatfarben – haltbar und widerstandsfähig, hergestellt auf Basis nicht brennbaren Flüssigglases. Dadurch können Silikatfarben nicht nur zum Streichen, sondern auch zur Brandschutz von Holz- und Holzwerkstoffen verwendet werden.
- Thixotrope Farben. Ein großer Vorteil ist die natürliche Verdickung der Farbe auf vertikalen Oberflächen, was das Abtropfen praktisch ausschließt.
- Ölfarben bilden eine schützende, wasserdichte Schicht auf der bemalten Oberfläche. Es ist zu beachten, dass Ölfarben langsam trocknen und mit der Zeit leicht gelblich werden, besonders im Freien.
Modern ausgestattete Unternehmen der Baustoffindustrie produzieren eine riesige Auswahl an Ausbaumaterialien. Sowohl Tapeten als auch Lackprodukte sind in einer breiten Palette von Farben und Nuancen erhältlich. Es ist schwierig, eine eindeutige Antwort auf die Frage zu geben, was besser ist: Farbe oder Tapete.
In Wohnräumen oder Büros werden Wände typischerweise mit Tapeten verkleidet. In Räumen mit hoher Fußgängerflut oder vielen architektonischen Vorsprüngen und Nischen ist das Streichen der Wände eine praktischere Option. Um eine endgültige Entscheidung zu treffen, sollte jedoch auch der Innendesign-Gedanke berücksichtigt werden – moderne Ausbaumaterialien ermöglichen die Umsetzung jeder Fantasie.







