Was ist besser zum Ausgleichen von Wänden in einer Wohnung? - REMONTNIK.PRO

Was ist besser zum Ausgleichen von Wänden in einer Wohnung?

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Wirklich hochwertiger Wohnungsbau kann nur von wenigen Baufirmen garantiert werden. In der Regel müssen Käufer neuer Wohnungen sofort zahlreiche Fehler der Baufirmen korrigieren. Wir beschäftigen uns nicht mit der Installation von Versorgungssystemen, unebenen Böden oder „schiefen“ Decken.

Heute wollen wir erfahren, wie man mit unebenen Wänden umgeht und welches Material sowie welche Methode dafür am besten geeignet sind.

Früher wurden Wände ausschließlich mit Putz und anschließendem Abziehen ausgerichtet. Heute gibt es jedoch eine einfachere, saubere und effizientere Methode: die Montage von Gipskartonplatten. Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile. Wir betrachten die trockene Methode (Gipskarton) und die nasse Methode (Putz) genauer, um die optimale Lösung zu finden.

Gipskarton

Ein Vorteil bei der Verwendung von Gipskarton ist die einfache und schnelle Durchführung der Arbeiten. Keine besonderen Fähigkeiten sind erforderlich, keine Vorreinigung der Wandfläche von alten Baumischungen, Wachsen oder Ölen, und der Gipskarton selbst benötigt keine besondere Vorbereitung.

Zudem entsteht bei der Arbeit mit Gipskarton weniger Baumüll und Schmutz. Wie bekannt, ist die endgültige Reinigung des Raums eine der unangenehmsten Phasen des Renovierens.

Außerdem ist es bei der Verwendung von Putz sehr schwer, eine ebenso perfekt glatte Oberfläche wie bei Gipskartonplatten zu erreichen. Dafür sind hoher Fachwissen, Erfahrung und Können beim Umgang mit nassen Materialien notwendig – Fähigkeiten, die nicht alle Heimwerker besitzen.

Zu den Vorteilen der Gipskarton-Methode zählt außerdem die Möglichkeit, eine zusätzliche Schicht für Wärme- und Schalldämmung zu schaffen. Das ist für Standardplattenhäuser von großer Bedeutung.

Aber auch wenn Gipskarton einfach und kostengünstig ist, hat er einige Nachteile.

Zum einen sind Gipskartonplatten ziemlich schwer. Es ist daher unmöglich, die Wände allein zu verkleiden – Hilfskräfte sind unbedingt erforderlich.

Zum anderen muss man den richtigen Typ Gipskarton für Wohnräume, Küche oder Bad auswählen.

Zum Dritten sollten schwere Gegenstände (Bücherregale, Küchenschränke usw.) mit Vorsicht an Gipskartonwänden befestigt werden, da die Belastbarkeit geringer ist als bei Wänden, die mit Baustoffen ausgerichtet wurden.

Der größte Nachteil ist die Reduzierung der nutzbaren Raumfläche. In kleinen Räumen ist die Verwendung daher weniger praktisch.

Daher ist bei Höhenunterschieden von weniger als 5 cm sinnvollerweise die zweite Methode – die Ausrichtung mit Putz – vorzuziehen.

Putzen

Die Ausrichtung von Wänden mit Putz ist für unerfahrene Personen deutlich schwieriger. Es ist unwahrscheinlich, dass man beim ersten Versuch eine perfekt ebene Oberfläche oder korrekt geformte Ecken erreicht. Wenn die Unebenheiten aber nicht sehr auffällig sind, ist die nasse Methode oft die bessere und kostengünstigere Lösung.

Ein Vorteil dieser Methode ist, dass sie vielen bekannt und bereits seit langem klassisch gilt. Außerdem halten solche Wände jahrzehntelang ohne größere Renovierungen. Sie müssen nicht erneut teuer renoviert werden. Zudem sind Putz- und Stukko-Schichten deutlich dünner als Gipskartonstrukturen, sodass die Raumfläche unverändert bleibt. Außerdem ist es für eine Person möglich, Putz- und Stukko-Arbeiten allein durchzuführen.

Was die Nachteile betrifft: Die Arbeit ist sehr arbeitsintensiv. Zuerst muss die Wand vollständig von alten Schichten, Verunreinigungen und Staub gereinigt werden. Danach müssen die Höhenunterschiede gemessen werden, eine Grundierung aufgetragen, Vorrichtungen (Messen) montiert, Putz aufgetragen.

Nach dem Aushärten folgt Stukko, die Oberfläche wird abgeschliffen, und erst dann wird eine finale Grundierung aufgebracht. Die Reinigung nach der nassen Methode ist deutlich aufwendiger als nach der Montage von Gipskartonplatten. Alles in allem benötigt die Methode viel mehr Zeit und Kraft.

Zudem muss der richtige Putztyp für den jeweiligen Raum gewählt werden. Für Wohnräume empfiehlt sich ein Gips-basierter Putz – er trocknet schneller, erzielt bessere Ergebnisse und sorgt für ein gutes Raumklima.

Für feuchte Räume wie Badezimmer oder Küche sollten zement-basierte Mischungen verwendet werden, die weniger anfällig für Feuchtigkeit sind.

Fazit

Im Fazit gilt: Gipskarton ist sinnvoller, wenn die Wände und Ecken deutlich gewölbt sind. Es ist deutlich billiger und einfacher, sie mit Gipskartonplatten abzudecken, als endlos mit Putz und Stukko zu arbeiten, was viel Zeit, Kraft, Material und Geld kostet.

Bei Höhenunterschieden zwischen 5–20 mm reicht Putz aus. Bei Unterschieden über 25–30 mm sollten spezielle Putz- und Stukko-Mischungen verwendet werden. Für Unterschiede ab 30 mm ist zusätzlich eine Verstärkungsnetz erforderlich.

Überlegen Sie sorgfältig, rechnen Sie genau nach, und wählen Sie dann die Methode, die für Sie am praktischsten, zugänglichsten und wirtschaftlichsten ist.

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