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Wie man eine Wand-Ecke ausrichtet

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Genau wie ein Theater mit dem Garderobenraum beginnt, beginnt auch die Gestaltung eines Wohnungs- oder Hausesinterieurs mit geraden Wänden und Ecken. Ausrichten ist keine Laune einer ungeduldigen Hausherrin, sondern eine lebensnotwendige Maßnahme. Von der Qualität der Wandvorbereitung hängt nicht nur das Endergebnis, sondern auch die Haltbarkeit der Oberflächenbehandlung ab.

Was passiert, wenn Wände und Ecken uneben sind? Muster auf Tapeten brechen, sie werden an einigen Stellen abgenutzt, Bambusbeläge lösen sich ab (trotz dauerhaften Klebers), Bilder hängen schief, und Fliesen beginnen zu risseln – dies ist weit davon entfernt, eine vollständige Liste der Probleme zu sein, die durch solche Oberflächen verursacht werden können.

Unebene Ecken bereiten genauso viele Probleme und müssen ebenfalls ausgerichtet werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine perfekte Ebenheit zu erreichen: Ausrichtung mit Putz mittels Leitplatten, Verwendung von Aluminium- oder Kunststoffprofilen, Verkleidung mit Gipskartonplatten. Jede Methode hat ihre Besonderheiten und wird je nach Bedingungen gewählt. Detaillierte Informationen zu jedem Verfahren finden Sie unten.

Ausrichtung mit Putz mittels Leitplatten

Wenn die Vertiefungen und Erhebungen an der Ecke gering sind und die Abweichungen der Ebenen 1 cm nicht überschreiten, ist es sinnvoll, sie mit einer Putzmischung auszurichten. Dazu benötigt man eine gerade, ebene, lange Stange, sogenanntes Gerüst. An der Ecke an der Wand angelegt, lässt sich leicht erkennen, wo die höchsten Stellen liegen.

Wenn möglich, sollten diese Unebenheiten abgeschliffen oder abgehackt werden. Erhebungen, die nicht entfernt werden können, dienen als Leitplatten – die äußersten Punkte der zukünftigen Oberfläche.

Leitplatten können mit einem Bleistift markiert werden. Mit einem Wasserwaage und einem Nivelliergerät werden die oberen und unteren Punkte bestimmt (für die Bequemlichkeit können sie auf Boden und Decke gezeichnet werden). An diesen Stellen werden mit fertiger Mischung die äußersten Leitplatten erstellt, an denen die Ausrichtung erfolgen wird.

Wichtig ist, stets die Wasserwaage zu verwenden, um die Ecke nicht weiter zu verziehen. Der gleiche Vorgang wird auch an der angrenzenden Wand durchgeführt. Die Mischung muss fest werden, damit die Leitplatten nicht beschädigt werden. Erst danach darf mit dem Verputzen begonnen werden.

Der Putz wird zunächst zwischen den Leitplatten aufgetragen, dann über die gesamte Fläche verteilt. Nach dem Auftragen wird die Ecke ausgerichtet. Dazu kann ein Gerüst, ein spezieller Eckspachtel oder ein normaler Spachtel verwendet werden. Die Mischung sollte mit einem kurzen Spachtel aufgetragen, die Verteilung über die gesamte Fläche mit einem langen Spachtel erfolgen.

Aluminium- oder Kunststoffprofil

Um die Arbeit zu erleichtern, kann ein spezielles gebogenes Metallprofil mit Gitter (Kontra-Shulz) verwendet werden. Dies ist eine zusätzliche Sicherheit – in diesem Fall ist die Ecke mit Sicherheit eben. Die Arbeitsweise ist ähnlich wie beim ersten Verfahren (mit Leitplatten), doch die perfekte Ebenheit wird durch das Profil erreicht.

Nach der Identifizierung der problematischen Stellen wird die Ecke mit Putz gemischt gefüllt. Das Profil wird in den Putz gedrückt und mit der Wasserwaage ausgerichtet. Nach der Installation wird der überschüssige Putz mit einem Spachtel entfernt.

Dieser Ansatz erleichtert die Arbeit, erfordert aber zusätzliche Kosten, um die hervorstehenden Kanten des Gitters mit der Wandfläche abzugleichen. Die Breite der Putzabdeckung beträgt 20–30 cm auf jeder Seite.

Es ist unwahrscheinlich, die Abweichung in einem Durchgang zu korrigieren; die Mischung muss mehrmals aufgetragen werden. Trockenen Putz kann man mit Schleifpapier nachbearbeiten, um die Kante des Gitters zu verbergen.

Ausrichtung mit Gipskarton

Diese Methode wird verwendet, wenn die Abweichungen der Ebenen erheblich sind. Eine große Menge Putz nicht nur unwirtschaftlich, sondern auch manchmal unmöglich. Die Schicht zum Korrigieren von Mängeln kann deutlich größer sein als die maximale Dicke, die für die Mischung zulässig ist. In solchen Fällen ist es am sinnvollsten, Wände und Ecken mit Gipskartonplatten auszurichten.

Unabhängig von der gewählten Methode der Ausrichtung gilt: Unebene Ecken können nur bei unebenen Wänden auftreten. Deshalb sollte zuerst die Ebenheit der Wand bewertet werden – möglicherweise muss auch die Wand ausgerichtet werden.

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