Schalldämmung von Wänden in einer Wohnung
Man kann dagegen mit verschiedenen Methoden vorgehen. Doch zunächst muss man die Art des äußeren Geräusches bestimmen und entsprechende Schalldämmmaterialien wählen.
Es gibt spezielle Technologien zur Schalldämmung von Wänden, Böden und Decken. Eine wichtige Rolle spielt die korrekte Montage von Fenstern und Eingangstüren. Wir konzentrieren uns auf die Schalldämmung von Wänden in Wohnungen, ihre Besonderheiten und Feinheiten.
Arten und Varianten von Geräuschen, Methoden zur Bekämpfung
Die Schalldämmung von Wänden in Wohnungen erfolgt in drei Arten, je nach Herkunft und Art des Geräusches.
- Luftschall. Laut Musik bei Nachbarn, Streitereien und Auseinandersetzungen, Hundebellen oder Kinderweinen – all dies gehört zu dieser Kategorie und stellt die Hauptproblematik für Mieter von Mehrfamilienhäusern dar.
- Stoßschall. Dazu gehören schweres Schuhwerk, Klopfen usw.
- Strukturschall. Der komplexeste Typ, da die Quelle in den Bauteilen selbst liegt: Wände, Rohre, Lüftungsanlage, Aufzug usw.
Für jede Art von akustischen Störungen gibt es spezifische Schutzmaßnahmen.
Die Schalldämmung von Wänden gegenüber Luft- und Stoßschall erfolgt durch Verwendung spezieller Materialien, die an einen Rahmen oder direkt an die Wandfläche angebracht werden. Diese Materialien unterscheiden sich stark in Art, Eigenschaften und Kosten.
Beim Strukturschall erfolgt die Beseitigung durch Arbeiten an Elementen der Strom- und Wasserversorgung.
Strukturschall: Wie man ihn in seiner Wohnung minimiert
Die Schalldämmung von Wänden gegenüber Strukturschall ist nicht besonders kompliziert. Es gibt mehrere einfache und effektive Methoden zur Beseitigung.
- Schalldämmung von Steckdosen und Kabelkanälen. Häufig werden diese Elemente im alten Plattenbau direkt gegenüberliegend in benachbarten Wohnungen installiert, manchmal sind die Löcher sogar durchgehend. Genau der Raum zwischen Ihrer Steckdose und der Nachbarsteckdose muss mit schalldämmendem Material ausgefüllt werden. Gleiches gilt für Kabelkanäle. Solche Arbeiten sollten besser Fachleuten übertragen werden.
- Behandlung von Wasser- und Heizungsrohren. Bei korrekter Planung sollten diese in schwingungsisolierten Hülle liegen. Der Raum zwischen Rohr und Hülle wird mit Dichtmittel ausgefüllt. Doch oft werden diese Regeln nicht eingehalten, und die Rohre verlaufen durch Wohnungen ohne Schalldämmung. Falls dies der Fall ist, kann man selbst eine spezielle Konstruktion bauen. Die Prozedur ist einfach: Das Rohr wird mit schalldämmendem Material umwickelt, und die Verbindungen mit Decke und Boden werden mit Zement verklebt.
- Behandlung von Rissen und Fugen zwischen Wänden, Decke und Boden. Solche Risse sind bei Plattenhäusern keine Seltenheit, da die Bautechnik nicht immer eine sehr genaue Verbindung der Strukturen ermöglicht. Solche Risse und Fugen werden zunächst vergrößert, dann mit Zementmörtel ausgefüllt.
Schalldämmung von Wänden gegen Luft- und Stoßschall
Um eine maximal komfortable akustische Umgebung in der Wohnung zu erreichen, werden die Wände mit speziellen Materialien verkleidet. Je nach Typ reflektieren sie Schall oder absorbieren ihn. Der zweite Ansatz ist vorzuziehen, da er vor Stoßschall und lauten, niederfrequenten Geräuschen schützt.
Die Materialien für die Schalldämmung von Wänden in Wohnungen unterscheiden sich in verschiedenen Arten und Eigenschaften. Häufig werden weiche Stoffe wie Glaswolle oder Mineralwolle sowie Silikatfasern verwendet. Moderne Alternativen sind verschiedene schalldämmende Platten.
Im ersten Fall ist die Rahmenbauweise notwendig, beim zweiten können die Platten sowohl auf einen Rahmen als auch direkt an die Wand befestigt werden. Ein zusätzlicher Vorteil bei Verwendung schalldämmender Platten ist, dass keine zusätzliche Verkleidung erforderlich ist, während bei weichen Materialien diese notwendig ist.
Spezifika beim Einbau schalldämmender Konstruktionen
Die klassische Methode zur Schalldämmung von Wänden in Wohnungen besteht aus dem Einbau eines Holz- oder Metallprofils, der Verlegung von Schichten aus Mineralwolle oder Glaswolle sowie der abschließenden Verkleidung mit Gipskarton. Dabei kann das Profil an einer gewissen Entfernung von der Wand mit Verbindungsstücken befestigt werden. Zudem wird zwischen Profil und Wand eine Schicht schalldämmender Bandage verlegt, um die Konstruktion vor Strukturschall des Gebäudes zu schützen.
Beim Einsatz schalldämmender Platten werden diese entweder an ein ähnliches Profil oder direkt an die Wand befestigt. Dabei wird das Profil direkt an die Wand angeschraubt, wobei eine Schicht schalldämmendes Material dazwischen liegt.
Fehler bei der Auswahl der Strategie zur Schalldämmung von Wänden in Wohnungen
Der wichtigste Aspekt einer korrekten Schalldämmung ist die Materialwahl. Achten Sie auf dessen Eigenschaften: Schalldämmung und Schallabsorption. Der effektivste Ansatz ist die Kombination beider Materialtypen. Allerdings hat diese Methode einen gravierenden Nachteil: Sie nimmt viel Platz im Raum ein und verkleinert ihn. Eine hervorragende Alternative ist die Verwendung modernster schalldämmender Platten, bei denen beide Werte hoch sind.
Früher wurde Polystyrol als Schalldämmmaterial verwendet. Dies ist ein großer Fehler, da die Schalldämmung von Wänden mit Polystyrol unmöglich ist, und der Geräuschpegel sogar ansteigen kann.
Bevor eine schalldämmende Konstruktion installiert wird, müssen vorbereitende Arbeiten durchgeführt werden. Alle Risse, Steckdosen- und Montagekästen sowie Fugen zwischen Wandplatten müssen verstärkt und behandelt werden. Erst dann ist ein guter Schalldämmungseffekt möglich.






