Ausgleichen und Gießen von Böden mit Leitlinien
Dazu gehören: Rissbildung, Schichtung, Aufblähung des Estrichs, Höhenunterschiede zwischen den Wänden.
Vorbereitung
In dieser Phase werden alle Messungen durchgeführt und die Höhe für die Installation der Führungslinien festgelegt. Zuerst muss der höchste Punkt des Untergrunds gefunden werden – er ist der Ausgangspunkt für den ersten Leitfaden. Eine Linie sollte entlang des Umfangs des Raums gezeichnet werden, an der die zukünftige ebene Fläche gegossen wird.
Die einfachste Methode hierfür ist die Verwendung eines Wasserwaage oder eines Laserniveaus. Es ist ratsam, keine großen Abstände zwischen den Markierungen zu lassen, da dies die weitere Arbeit erleichtert. Mit einem Abstreichseil oder einer Gerade werden die Markierungen verbunden. Beim Verbinden der Markierungen an der Wand entsteht eine ebene, gerade Linie.
Der Boden wird von Staub und Schmutz gereinigt, Risse und Vertiefungen werden mit einem Mörtel ausgeglichen, alle abgehobenen Oberflächen werden entfernt. Der vorhandene Untergrund muss grundiert werden. Dies erhöht die Haftung und verhindert Risse bei Deformationen des Untergrunds.
Installation der Führungslinien
Die Führungslinien werden entlang der Wand in Richtung zur Tür installiert. Die einfachste Methode ist die Befestigung der Profile an Schrauben, was die Höhenverstellung ermöglicht. Die erste Schraube wird in den zuvor bestimmten höchsten Punkt eingeschraubt. Ihre Kopfseite sollte schließlich gegenüber der Linie an der Wand liegen. Dies kann mit einem Seil und einem Wasserwaage überprüft werden.
Die zweite Schraube wird so eingeschraubt, dass sie mit der ersten eine Linie parallel zur Wand bildet. Die übrigen Schrauben werden dann in Abständen von etwa 50–60 cm entlang dieser Linie eingeschraubt.
Die Führungsschienen werden an die eingeschraubten Schrauben angeklemmt. Ebenso werden die folgenden Führungsschienen anhand des ersten Profils und der Linie an der Wand ausgerichtet. Der Abstand zwischen ihnen sollte 15–20 cm kürzer als die Länge des Regelstabs sein (für eine bessere Verarbeitung). Die äußersten Führungslinien sollten mindestens 2–3 cm von der Wand entfernt sein.
Als Führungslinien können auch Holzleisten verwendet werden. Sie müssen anfangs gründlich mit Wasser getränkt sein, um kein Wasser aus dem Zementmörtel aufzunehmen, sonst können Risse beim Austrocknen nicht vermieden werden.
Oft werden die Führungsschienen auf einem Zement- oder Gipsmörtel montiert. Eine dichte Masse wird hergestellt und in Form von Kuppen entlang der Linie aufgetragen; anschließend wird das Profil in diese Erhebungen eingedrückt.
Doch diese Montageart erfordert eine sorgfältige Ausrichtung jedes Führungslinienabschnitts mit dem Wasserwaage, was die Arbeitskosten erhöht. Außerdem kann erst nach dem Aushärten der Masse mit dem Gießen des Estrichs begonnen werden, was die Gesamtzeit für die Arbeiten ebenfalls verlängert.
Gießen des Estrichs
Nach der Installation aller Profile müssen diese erneut mit dem Wasserwaage in allen Richtungen überprüft werden. Das Gießen der Masse beginnt an einer der Wände entlang der äußeren Führungslinien. Die Masse wird mit einem Regelstab oder einem langen geraden Brett verteilt. Der Regelstab wird wie auf Schienen entlang der Profile bewegt.
Die Füllung mit der Masse und ihre Ausgleichung erfolgen schrittweise. Dabei sollten Estriche aus verschiedenen Mischungen gründlich gemischt werden, um eine Schichtung zu vermeiden und eine monolithische Struktur zu gewährleisten. So wird der gesamte Boden ausgerichtet.
Nach dem Aushärten der Masse müssen die Führungslinien entfernt werden. Wenn die Masse noch nicht vollständig getrocknet ist und das Gehen darauf Deformationen verursachen könnte, sollten breite Holzbretter auf den Boden gelegt werden, um darauf zu gehen. Die Löcher, die nach dem Entfernen der Profile verbleiben, werden mit derselben Masse ausgefüllt, die für den Estrich verwendet wurde, und mit einem Spachtel ausgerichtet.






