7 Fehler bei der Renovierung einer kleinen Küche, über die die Besitzer nach einem Jahr bereuen
Zu wenige Steckdosen (und sie sind nicht dort, wo man sie braucht)
Teekanne, Kaffeemaschine, Toaster, Mixer, Ladegerät für das Telefon – in der Küche ist ständig etwas eingeschaltet. Wenn es nur zwei Steckdosen über der Arbeitsplatte gibt, werden bald Verlängerungskabel nötig sein, und die Kabel werden sich über die gesamte Arbeitsfläche erstrecken.
Vor der Renovierung erstellen Sie eine Liste aller Geräte und fügen zwei bis drei zusätzliche Steckdosen als Reserve hinzu. Platziern Sie die Steckdosen nicht direkt über der Spüle und dem Herd. Bei eingebauten Geräten werden die Steckdosen in den benachbarten Schrank oder hinter die Estrade gelegt, damit man darauf zugreifen kann, ohne die Küche auseinandernehmen zu müssen. Ofen und Herd benötigen in der Regel separate Leitungen vom Schalter – hier sollte man den Elektriker nach der Leistungsfähigkeit der jeweiligen Modelle fragen.
Verzicht auf obere Schränke für mehr „Luft“
Küchen ohne obere Schränke sehen auf Fotos schön aus, doch in der Praxis führt diese Lösung nach etwa 6 Metern schnell zu Platzmangel. Geschirr und Getreideartikel müssen auf die Arbeitsplatte gelegt werden, wodurch die Küche unordentlich wird.
In einer kleinen Küche ist es besser, die oberen Schränke bis zur Decke zu bauen. In die obere Reihe werden Dinge gestellt, die selten verwendet werden: Festtagsgeschirr oder Lebensmittelvorräte. Wenn man es einfach halten möchte, lässt man nur einen Bereich der Wand ohne Schränke – zum Beispiel neben dem Fenster – und hängt dort ein paar offene Regale auf. Zudem verschmelzen Schränke in der Farbe der Wände fast mit dem Raum.
Zu wenig Platz zwischen Spüle und Herd
Um alles in einer kleinen Küche unterzubringen, werden die Spüle und der Herd manchmal fast direkt nebeneinander platziert. Dadurch gibt es einfach keinen Platz mehr, um Gemüse zu schneiden oder einen Topf abzustellen.
Der Hauptarbeitsbereich ist die Arbeitsplatte zwischen Spüle und Herd. Ihre Breite sollte mindestens 60 cm betragen, besser jedoch 80–90 cm. Wenn Platzmangel besteht, wählen Sie einen Herd mit zwei Brennern anstelle eines mit vier Brennern oder eine schmale Spülmaschine mit 45 cm Breite. Der Herd sollte nicht direkt an der Wand oder am Fenster stehen: Lassen Sie mindestens 20–30 cm Abstand, damit die Griffe der Pfannen nicht gegen die Wand stoßen und das Feuer oder die Hitze die Vorhänge nicht erreichen.
Die Geräte werden nach der Bestellung der Küche ausgewählt
Eine häufige Situation: Man bestellt die Küchenzeile, nur um später festzustellen, dass der ausgewählte Kühlschrank nicht in die Nische passt oder dessen Tür aufgrund der Wand nicht vollständig geöffnet werden kann. Oder anstelle einer Spülmaschine mit 60 cm Breite muss man eine schmalere kaufen.
Wählen Sie zunächst die Geräte aus und planen Sie anschließend die Küche entsprechend deren Abmessungen. Überprüfen Sie, wie sich die Türen öffnen: Wenn der Kühlschrank direkt an der Wand steht, kann die Tür möglicherweise nicht bis zu 90 Grad geöffnet werden, und die Fächer darin lassen sich nicht herausziehen. Auf einer kleinen Küche ist es dennoch besser, einen Geschirrspüler einzuplanen – selbst wenn er schmal ist. Hausbesitzer, die auf ihn verzichten, um einen zusätzlichen Schrank unterzubringen, bereuen das oft.
Nur eine obere Beleuchtung
Wenn in der Küche nur eine Leuchte oder Deckenlampen vorhanden sind, steht die Person am Arbeitsplatz mit dem Rücken zur Beleuchtung. Der eigene Schatten fällt auf die Arbeitsfläche, wodurch es unpraktisch ist, zu schneiden oder Rezepte zu lesen.
Überlegen Sie sich einige Beleuchtungsszenarien. Über der Arbeitsfläche ist eine Beleuchtung unter den oberen Schränken erforderlich – entweder ein LED-Band oder Leuchten in Linienform. Über dem Esstisch eignet sich eine Hängelampe, und die allgemeine Beleuchtung kann weicher gestaltet werden.
Einsparung bei der Dunstabzugshaube
Oft wird die Dunstabzugshaube nach ihrem Aussehen ausgewählt oder einfach die billigste Variante gekauft, solange sie vorhanden ist. Nach einem Jahr bildet sich auf den oberen Schränken ein fettiger Belag, und Gerüche breiten sich im ganzen Appartement aus.
Die Breite des Abzugshauchs sollte mindestens der Breite der Kochplatte entsprechen, besser noch etwas größer sein. Die Leistung lässt sich ungefähr so berechnen: Volumen der Küche mal 10–12. Wenn möglich, wählen Sie ein Modell mit Luftabfluss in einen Abluftkanal – es funktioniert besser als ein Modell mit Rückzirkulation. Dabei ist wichtig, den Abluftkanal nicht vollständig zu blockieren: Dafür wird ein Gitter mit Rückflussventil verwendet, insbesondere wenn im Wohnhaus Gas vorhanden ist.
Unpraktische Materialien
Glanzende Fassaden, auf denen alle Fingerabdrücke sichtbar sind, weißer Mörtel am Arbeitsbereich, der bereits nach einigen Monaten dunkler wird, sowie eine Spüle mit dünnem Rand aus Spanplatten – all das sieht nur zu Beginn schön aus.
Wählen Sie für Fassaden matte Beschichtungen, am besten mit Fingerabdruckschutz. Für die Verfugung unter der Arbeitsplatte nehmen Sie eine etwas dunklere Variante als das Fliesenmaterial oder Epoxid – diese saugt keinen Schmutz auf. Die Arbeitsplatte über der Spüle sollte aus Quarzagglomerat, Keramik oder Acrylstein hergestellt werden. Wenn das Budget begrenzt ist und Sie sich für Spanplatten entscheiden, stellen Sie sicher, dass die Kanten gut vor Feuchtigkeit geschützt sind.
Eine kleine Küche kann praktisch sein, wenn man sie nach den eigenen Kochgewohnheiten und dem Lagerbedarf plant. Stellen Sie sich vor dem Kauf der Küchenausstattung Ihren typischen Tag in der Küche vor – das hilft dabei, Fehler zu erkennen, solange sie noch leicht korrigiert werden können.














