Wärmedämmung eines Holzhauses – von außen, Besonderheiten von Dämmmaterialien
Der Dämmprozess eines aus Holz gebauten Hauses beginnt mit der Fundament- und ersten Holzschichtverlegung. Die Bauweise sieht vor, die Dämmung zwischen den Holzstücken – dem Fugenverschluss – bereits im Anfangsstadium einzubauen.
Foto 1 – Dämmung der Holzreihen
Zur Fugenverdichtung verwendet man:
- natürlichen Moos;
- gewöhnliche Flachs;
- gerolltes Jute.
Der natürliche Dämmstoff wird direkt in die vorbereiteten, länglichen, gesägten oder ausgeschlagenen Nutgräben eingelegt. Nach dem Aufbau des Hauses erfolgt die Dichtung – das Abdichten mit einem speziellen Werkzeug, der „Dichtungswage“.
Nach der Verdichtung des Materials kann die Effektivität durch die Behandlung von Fugen und Rissen mit einem Dichtstoff verbessert werden, der eine Wasserdichtigkeit garantiert.
Dämmung nach der Setzung
Nach dem Aufbau von Holzhäusern muss man auf das Ende des Setzungsprozesses warten. Danach beginnt man mit den Ausbaumaßnahmen, die unbedingt die Dämmung beinhalten.
Dämmung mit MineralwolleDie Außen- und Innenverkleidung von Häusern aus Holzstämmen oder Holzleisten erfolgt üblicherweise mit einer Dämmung aus Mineralwolle.
Die Beliebtheit der Dämmung mit Mineralwolle ergibt sich aus den folgenden Vorteilen des Materials:
- eng anliegende Passung ohne zusätzliche Fixierung;
- zuverlässige Wärmedämmung;
- Schallschutz;
- einfache Verlegung.
Mineralwolle ist widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit und Mikroorganismen.
Mineralwolle ist als Rolle, Matratzen oder in vorgefertigten Platten erhältlich.
Mineralwolle wird als Dämmung unter metallischem oder Vinyl-Siding verwendet. Auch bei der Verkleidung mit Blockhausplatten wird Mineralwolle als Dämmung eingesetzt.
WICHTIG! Für die Montage von Mineralwolle an Wänden ist ein Untergestell erforderlich, ebenso wie bei der Dämmung des Daches.
Foto 2 – Untergestell für Mineralwolle
Dämmung mit Polystyrol (Pentaplast)Vorteile der Dämmung von Wänden mit Pentaplast (expandiertem Polystyrol) – einfache Verlegung ohne Untergestell, günstiger Preis.
Zum Verkleiden mit diesem Dämmmaterial genügt die Befestigung von Polystyrolplatten direkt an der gereinigten und vorbereiteten Oberfläche des Gebäudes mit Klebstoffen und Befestigungselementen.
Nach dem Überziehen des Außenbereichs des Gebäudes mit Polystyrol kann eine dekorative Putzschicht verwendet werden, die dem Stil entsprechend ausgewählt ist.
Wesentliche Nachteile von Polystyrol sind:
- niedrige Dampfdurchlässigkeit;
- Fehlen von Feuerbeständigkeit.
Daher wird die Verwendung von Pentaplast für Holzhäuser, die „atmen“ müssen und maximal vor Feuer geschützt werden sollen, nicht empfohlen, es sei denn, die Platten werden professionell verlegt.
Foto 3 – Dämmung mit Polystyrol
Mögliche Dämmung mit diesem Material von innen oder außen bei professioneller Umsetzung: Einhaltung der Herstelleranweisungen mit richtiger Plattenverlegung und notwendigen Abständen.
Polystyrol wird für Decken und Wände verwendet.
Dämmung des Bodens in einem Holzhaus
Der Verzicht auf Bodendämmung führt zu 30 % Wärmeverlust.
VerlegungstechnologieDie Dämmung wird auf ein vorher aufgebautes Untergestell montiert. Die Standarddämmung besteht aus:
- Grundlage – Holzplatten, Bretter. Dienen zur Verlegung des Dämmmaterials;
- unterer wasserdichter Schicht – Folie wird über die Unterlagen gelegt;
- der eigentlichen Dämmung. Kann in Form von Platten, Matten oder Rollen verwendet werden;
- obere wasserdichte Schicht – Folie wird an das vorbereitete Gestell mit Klammern oder Nägeln befestigt;
- Feuchteabdichtung.
Foto 4 – Dämmung des Bodens
Dämmmaterialien für den BodenAls Dämmmaterial wird verwendet:
- Mineralwolle (Glas-, Schotter-, Steindämmung);
- Ecowool;
- PU-Schaum;
- foamol;
- Polystyrol;
- Isolon.
Nach Abschluss der Dämmung kann der endgültige Bodenbelag aus Holz, Laminat oder Parkett verlegt werden.
Besonderheiten der Ecowool-VerlegungDie Verlegung dieses modernen Materials, Ecowool, unterscheidet sich deutlich.
Dieser Dämmstoff besteht aus: 80 % Zellulose, 20 % natürliche Zusätze: Borsäure, Antiseptikum aus Legnin.
Vorteile von Ecowool:
- Umweltfreundlichkeit;
- Feuchtigkeitsbeständigkeit;
- Beständigkeit gegenüber Bakterienbefall;
- hohe Wärmedämmwerte;
- Feuerbeständigkeit – Ecowool unterstützt keine Verbrennungsprozesse, der Stoff glüht nur.
Nachteil: hohe Kosten.
Foto 5 – Dämmung mit Ecowool
Man kann Ecowool in Blattform kaufen und traditionell auf das Untergestell mit Unterlage und wasserdichter Folie verlegen.
Praktischere, effektivere Methode: Verwendung einer Blasmaschine. Der Dämmstoff wird unter Druck über eine Schlauchleitung in flüssiger Form oder als trockene Mischung auf Wände und Böden aufgeblasen.
Der Stoff „klebt“ an der Oberfläche dank der Eigenschaften von Legnin.
Die Technologie der Dämmung mit Ecowool ist relativ neu. Obwohl teurer, ist ihre Praktikabilität nicht zu bestreiten.
Das moderne Bauen setzt zunehmend auf die Dämmung mit Ecowool bei Holzhäusern wegen der Einfachheit und gleichzeitigen Effizienz der Methode.
Externe Dämmung eines Holzhauses
Die externe Dämmung von Holzhäusern erfolgt nach festgelegten Technologien.
Der Prozess besteht aus folgenden Hauptphasen:
Foto 6 – Technologie der externen Dämmung
Über der Dämmung wird die Außenverkleidung mit ausgewähltem Material montiert: metallisches, vinylbasiertes Siding, Blockhausplatten mit unterschiedlicher Struktur.
Video: Externe Dämmung eines Holzhauses
Das Video zeigt visuell die Komplexität und Reihenfolge der Dämmung der Außenwand eines Holzhauses.
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