Balkon selbst isolieren
Nur wenige Wohnungseigentümer ahnen, wohin sie ihren Balkon oder ihre Loggia verwandeln können, die jahrelang lediglich als Abstellraum für alles mögliche Gerümpel und als Wäscheleine dienten. In vielen Gebäuden beträgt die Fläche dieser Räume jedoch bis zu 10 m²!
Wenn man die Isolierung des Balkons oder der Loggia richtig angeht, kann man mit minimalen Kosten eine zusätzliche warme Zimmereinheit mit gutem Renovierungsergebnis erhalten, in der sich nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter angenehm entspannen lässt. Im folgenden Artikel finden Sie eine detaillierte Anleitung, wie Sie die Isolierung des Balkons selbst durchführen können.
Abgesehen von der zusätzlichen nutzbaren Fläche bietet die Selbstisolation des Balkons mehrere wesentliche Vorteile. Erstens wird der angrenzende Raum wärmer – denn es gibt keine Außenwand mehr, die das Wohngebäude von der kalten Außenluft trennt. Zweitens ist ein vollständig geschlossener, warmer und verglaster Balkon eine unüberwindbare Barriere gegen Staub und Schmutz von vorbeifahrenden Autos, arbeitenden Maschinen in der Nähe und dergleichen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Balkonisolation
Ursprünglich waren die Wände, der Boden und die Decke des Balkons nicht für die Wärmespeicherung oder die Aufrechterhaltung einer komfortablen Raumtemperatur ausgelegt. Aus diesem Grund ist bei jeder Renovierung von Loggien und Balkonen die Isolierung dieser Bauteile unvermeidbar. Der Isolierungsabschnitt darf nicht übergangen werden, da sonst bei der Heizung eines nicht isolierten Raums Tauwasser und Reif auf den Wänden entstehen, und im Frühjahr durch Feuchtigkeitsüberlastung Schimmel- und Pilzbildung beginnen kann. Die Isolierung sollte daher verantwortungsvoll angegangen werden – man sollte nicht an hochwertigen Isolationsmaterialien sparen.
Folgende Materialien werden für die Isolierung von Wänden, Boden und Decke des Balkons benötigt:
- extrudierter Polystyrol (z. B. Material Styrofoam 250A) mit einer Dicke von 40 bis 60 mm;
- Mineraldämmung (z. B. ISOVER Karaka P34 mit 100 mm Dicke);
- feuchtigkeitsbeständige Plattenmaterialien: Gipskarton (GKЛ), Gipsfaserplatte (GVL), Stahlmetallplatte (SML);
- Zement-Sand-Mischung für eine Bodenbetonierung;
- Paronierefolie oder Aluminiumfolie;
- Metallprofil für die Unterkonstruktion unter Gipskarton;
- Montage-Schaum, Dichtmittel, Befestigungselemente (Schrauben, Dübel usw.).
Der erste Schritt bei der Isolierung des Balkons oder der Loggia ist die Installation von Kunststoff- oder Holzfenstern. Der Rahmen der Fenster wird mit Montageschaum abgedichtet. Diese Arbeit sollte nicht selbst durchgeführt werden – am besten Fachleute für Fensterinstallationen hinzuziehen. Detailliert darauf einzugehen, ist hier nicht notwendig, aber wir weisen darauf hin, dass der Rahmen der neuen Fenster sorgfältig auf Dichtheit und Abwesenheit von Durchlässen oder Fugen überprüft werden sollte.
Anschließend wird der Balkonboden isoliert. Dazu legt man 4–6 cm dicke Platten aus extrudiertem Polystyrol auf und gießt eine Betonierung darüber. Dieser Schritt verfolgt zwei Hauptziele: die Wärmeverluste durch die Balkonplatte oder die Loggiaplatte zu verhindern und den Boden auszurichten, um eine stabile Grundlage für die Endverkleidung zu schaffen.
Die Zement-Sand-Mischung für die Betonierung wird in einem großen Kunststoffbehälter hergestellt, indem Wasser zugegeben und mit einem Rührwerk an einer Bohrmaschine gemischt wird. Die empfohlene Dicke der Betonierung beträgt mindestens 5 cm; bei Bedarf kann sie mit einem geschweißten Stabwerk mit einem Querschnitt von ca. 3–4 mm verstärkt werden.
Nachdem der Boden gegossen wurde, muss die Betonierung 2–3 Tage ruhen. Wenn die Arbeiten im Sommer durchgeführt werden und es draußen heiß ist, sollte die Betonierung mit Wasser bewässert und mit einer Polyethylenfolie abgedeckt werden, um Risse zu vermeiden.
Nach 3 Tagen ist die Betonierung belastbar (man kann darauf gehen, Möbel platzieren usw.), und man kann zum nächsten Schritt übergehen: die Isolierung von Wänden und Decke. Dazu wird ein Metallrahmen für Gipskarton oder andere Verkleidung (z. B. Holzvertäfelung) aufgebaut. In den Rahmen werden Isolierplatten (z. B. Karaka P34) eingelegt, die mit einer Dampfbremsefolie oder Aluminiumfolie abgedeckt werden. Die Folie schützt die Dämmung nicht nur vor Feuchtigkeit, sondern erfüllt auch eine zusätzliche wärmerückstrahlende Funktion. Die Mineraldämmung wird an den Wänden mit Tellerdübeln aus Kunststoff befestigt (auch „Pilze“ genannt). Der gleiche Vorgang wird auch für die Decke angewendet. Die Anzahl der Befestigungspunkte pro Dämmplattenteil sollte mindestens fünf betragen (Ecken und Mitte).
Bei der Installation der Dampfbremse ist darauf zu achten, dass die benachbarten Folienblätter sich mindestens um 15 cm überlappen. Für zusätzliche Sicherheit können die Fugen auch mit Klebeband verklebt werden. Auf das vorbereitete Metallprofil wird Gipskarton montiert – die Befestigung erfolgt am Rand und quer über das Blatt mit einem Abstand zwischen den Schrauben von 20–30 cm.
Wenn der Isolierungsrahmen vollständig geschlossen ist, kann die Heizung eingeschaltet und der nächste Schritt – die Endverkleidung – beginnen.







