Badewanne selbst montieren
Da die Badewanne ein ziemlich großes Stück ist (und wenn sie aus Gusseisen ist, auch schwer), ist es ratsam, die Installation mit einem Helfer durchzuführen.
Erforderliche Materialien und Werkzeuge
Die Korrektheit der Selbstmontage der Badewanne hängt weitgehend davon ab, ob alle Materialien und Werkzeuge vorab vorbereitet wurden. Ihre Auswahl hängt von den Besonderheiten der Montage eines bestimmten Typs ab (Gusseisen, Acryl, Stahl). Für die Arbeit benötigt ein Heimwerker:
- Zementmörtel;
- Isolierband;
- Dichtmittel (vorzugsweise Silikon);
- Polymere Montage-Polystyrolschäume;
- Ölfarbe;
- Badewannen-Verbindungssatz;
- Abfluss-Schlauch (für Gusseisenrohre – 40,0 mm, für Kunststoffrohre – 50,0 mm);
- Gummi-Manschette für Gusseisenrohre (40,0 x 50,0 mm);
- Abflussarmatur;
- Bau-Level, Maßband, Lineal;
- Stift;
- Sortiment von Schraubendrehern;
- Schrauben mit Dübeln;
- Säge;
- Hammer;
- Meißel;
- Steckschlüssel Nr. 2;
- Baukleber-Spritze;
- Bohrhammer (Bohrmaschine), Schleifmaschine.
Vorbereitungsarbeiten
Die Besonderheiten der Selbstmontage einer Badewanne hängen von der Art ab: Gusseisen, Acryl oder Stahl. Die beste Wahl ist eine Gusseisenbadewanne, die trotz ihres hohen Gewichts die Wassertemperatur gut hält, zuverlässig, stabil und langlebig ist. Auf Platz zwei folgen Acrylbadewannen, die sich durch geringe Kosten, Leichtigkeit und gute Wärmeisolierung auszeichnen.
Die Stahlbadewanne sollte dagegen besser vermieden werden oder nur im äußersten Fall gekauft werden, da sie in fast allen Aspekten nachteilt. Außerdem: Bei der Auswahl einer Badewanne sollte man ihre Abmessungen und die Raumgröße berücksichtigen: Es sollte idealerweise mindestens 0,9 m freier Raum vor der Badewanne bleiben.
Bevor man mit Sanitärarbeiten beginnt, die die Badewannenmontage umfassen, sollte man zunächst das Wasserzufuhrventil am Hauptrohr schließen und das verbleibende Wasser aus den Rohren ablassen. Danach erfolgt die Demontage der alten Badewanne. Schwierigkeiten können sich bei der Trennung einer Gusseisenbadewanne von der Kanalisation ergeben.
Meistens werden die Abfluss- und Überlauf-Verbindungen einfach mit Meißel und Hammer abgeschlagen oder mit der Schleifmaschine abgesägt. Die alte Badewanne ist in der Regel nicht mehr benötigt. Es ist jedoch ratsam, die Überlaufmutter und den Abflussring zu versuchen abzuschrauben.
Die Demontage einer Acryl- oder Stahlbadewanne ist einfacher, da die Kunststoffverbindungen leicht abgenommen werden können. Danach werden die Füße mit dem Hammer herausgeschlagen, die Badewanne auf die Seite gedreht und vorsichtig, um Wasserhähne und Waschbecken nicht zu beschädigen, aus dem Raum getragen.
Anschließend sollte der Zustand der Kanalisationsschläuche überprüft werden. Gusseisen- und Stahlrohre müssen innen bis auf den Metallgrund gereinigt, getrocknet und die Öffnungen vorübergehend vor Schmutz verschlossen werden. Alles Baumaterial muss aus dem Badezimmer entfernt werden.
Platzieren der neuen Badewanne
Die Badewanne wird vorsichtig in den Raum getragen und am Montageort auf die Seite gelegt. Dabei sollte das Ablaufloch in Richtung des Kanalrohres ausgerichtet sein. Die Füße werden an die Badewanne angebracht und sie an ihrem Platz platziert. Anstelle der Standardfüße kann man auch eine Stütze aus Ziegeln oder eine Kombination aus Füße + Ziegel verwenden. Rahmen-Stützen aus Ziegeln oder Profilen sind besonders wichtig bei der Montage leichter Acrylbadewannen.
Wenn die Badewanne an ihrem Platz steht, wird ein Bau-Level verwendet, um ihre Ebenheit genau zu überprüfen. Korrekturen erfolgen über die Einstellmechanismen (Klemmen), die sich an den Standardfüßen befinden, über Stopfmuttern oder genau ausgerichtete Ziegel.
Selten wird die Badewanne so montiert, dass sie leicht in die Wand eingelassen wird. Diese Art der Installation verhindert das Eindringen von Wasser zwischen Wand und Badewanne. Um die Badewanne in die Wand einzulassen, wird mit einem Bohrhammer eine Nut nach vorheriger Markierung geschnitten.
Der Spalt zwischen Badewanne und Wand wird mit Montage-Schaum ausgefüllt, mit wasserbeständiger Farbe gestrichen und mit dekorativer Fliesen oder Kunststoffbordüren verkleidet. Außerdem sollte an allen Kanten, die an die Wand anschließen, eine spezielle Profilband geklebt werden, das Schall- und Vibrationen von der Wand dämpft.
Anschluss an die Kanalisation
Gemäß der beigefügten Anleitung für das Abfluss-Überlauf-Set wird die Verbindung montiert. Der Anschluss an die Kanalisation erfolgt erst nachdem die Badewanne sicher an ihrem Platz fixiert wurde. Beim Montieren müssen die konischen Dichtungen aus Gummi an den Verbindungsstellen sorgfältig platziert werden. Alle Verbindungen müssen zusätzlich mit Silikon-Dichtmittel verklebt werden.
Für Kunststoffkanalisation: Die Abfluss-Schlauch wird in die Muffe eingeführt.
Für Stahlkanalisation: Auf jene Stelle der Schlauch, die in die Muffe eingeht, wird Isolierband bis zum gewünschten Durchmesser aufgewickelt.
Für Gusseisenkanalisation: Die Manschette wird in die Muffe eingeführt, dann wird die Abfluss-Schlauch in die Manschette eingeführt.
Die Verbindungen zwischen Schlauch und Muffe aus Kunststoff- oder Stahlrohren werden mit speziellem Isolierband umwickelt. Alle Verbindungen werden erneut mit Dichtmittel behandelt.
Überprüfung der Dichtheit
Nachdem das Dichtmittel an allen Fugen und Verbindungen angetrocknet ist, wird die montierte Konstruktion auf Leckagen überprüft. Das Ablaufloch wird mit einer Stopfen verschlossen, und die Badewanne wird mit Wasser bis etwa zur Hälfte gefüllt. Zur Kontrolle werden alle Verbindungen mit Toilettenpapier umwickelt. Das Papier wird auch unter die Verbindung gelegt. Danach wird der Stopfen entfernt.
Wenn das Toilettenpapier trocken bleibt, war alles korrekt ausgeführt. Andernfalls müssen die undichten Verbindungen überprüft und nachgebessert werden, bis eine vollständige Dichtheit erreicht ist. Danach kann die Wasserdichtung der Badezimmerwand erfolgen.







