Ein emaillierter Topf aus den Siebzigern kann durchaus noch heute in der Küche stehen, während in dieser Zeit mehrere Pfannen mit Antihaftbeschichtung ausgetauscht wurden. Es scheint, als würden früher Kochutensilien einfach „für die Ewigkeit“ hergestellt. Doch der Grund ist viel prosaischer:Emalz und die Antihaftschicht sind völlig unterschiedlich aufgebaut und altern auch anders.
Deshalb übersteht ein alter Topf manchmal Jahrzehnte, während eine Pfanne ursprünglich für eine weitaus schonendere Nutzung konzipiert ist.
Emalz ist kein Lack
Emaillierte Töpfe bestehen in der Regel aus einer metallischen Basis, die mit einer glasartigen Schicht überzogen ist, die bei hohen Temperaturen festgelegt wird. Solange die Oberfläche intakt ist, kommt das Essen in Kontakt mit der Emaillierung und nicht mit dem Metall.
Solche Töpfe haben mehrere Vorteile:
Die Oberfläche saugt keine Gerüche auf;
Sie eignen sich für Tomatensaucen, Compote, Suppen und andere saure Gerichte;
Es ist kein spezielles „Einschmieren“ erforderlich;
Bei sorgfältiger Handhabung können sie sehr lange halten.
Aber es gibt auch eine Schwäche: die Emaillierung ist hart, aber brüchig. Ein Aufprall gegen den Rand der Spüle oder plötzliche Temperaturschwankungen können Risse oder Sprünge verursachen.
Warum eine Antihaftpfanne anders altert
Bei einer klassischen Antihaftpfanne mit metallischer Basis ist eine spezielle Beschichtung aufgetragen. Ihre Aufgabe besteht nicht darin, ein halbes Jahrhundert zu überdauern, sondern eine Oberfläche zu schaffen, an der weniger Essen haftet.
Während des Kochens wird diese Schicht ständig belastet: durch Erwärmung, Abkühlung, Reinigung sowie Reibung mit dem Löffel. Selbst bei richtiger Verwendung ändern sich ihre Eigenschaften allmählich.
Daher bedeuten Kratzer, Ablösung oder ein deutlicher Verlust der Antihaftwirkung nach einigen Jahren intensiver Nutzung nicht unbedingt, dass die Pfanne von Anfang an schlecht war.
Sind „Marmorböden“ und „Granitböden“ langlebiger?
Nicht unbedingt. Die Bezeichnungen „Marmor“, „Granit“ oder „Steinboden“ beschreiben oft nur das Aussehen oder eine Marketingkategorie und nicht einen Boden, der tatsächlich mit echtem Steinplattenbelag versehen ist. Hinter dem gefleckten Muster können verschiedene Technologien stecken – beispielsweise ein polymerbasierter Antihaftbelag oder ein keramischer Belag mit zusätzlichen Füllstoffen.
Deshalb ist es sinnvoller, nicht auf das Wort „Granit“ auf der Verpackung zu achten, sondern auf die Anleitung des jeweiligen Herstellers: zulässige Erhitzungstemperatur, Typ der Pfannen und Pflegehinweise.
Wie man die Lebensdauer eines emaillierten Topfs verlängert
Am wichtigsten ist es, die glasartige Schicht nicht auf ihre Belastbarkeit zu prüfen.
Setzen Sie keinen heißen Topf unter kaltes Wasser.
Hauen Sie nicht mit einem Löffel gegen den Rand und entfernen Sie keine Essensreste mit metallischen Gegenständen.
Besser ist es, angebrannten Belag einweichen zu lassen, anstatt ihn mit hartem Schleifmaterial abzuschaben.
Überprüfen Sie die Innenseite auf Risse und Sprünge.
Ein kleiner Defekt außen und ein Riss im Inneren der Schüssel sind nicht dasselbe. Wenn die Emaille an der mit Nahrung in Berührung kommenden Oberfläche abgebrochen ist, die Ränder weiterhin zerstört werden oder rostender Metall sichtbar wird, ist es ratsamer, einen solchen Topf nicht mehr für die ständige Verwendung beim Kochen zu verwenden.
Eine Antihaftpfanne sollte man besser vor zwei Dingen schützen
Erstens – metallische Geräte, sofern der Hersteller deren Verwendung ausdrücklich nicht erlaubt. Zweitens: Die länger anhaltende starke Erhitzung einer leeren Pfanne. Für die meisten Gerichte mit Antihaftbeschichtung ist überhaupt keine maximale Hitze notwendig. Ein Holzlöffel oder Silikonlöffel, ein weicher Schwamm sowie eine mäßige Erhitzung verlängern die Lebensdauer deutlich mehr als irgendein auffälliger Name der Beschichtung.
Deshalb sind auf der Küche verschiedene Materialien nützlich
Es ist nicht unbedingt notwendig, nach einem einzigen „ewigen“ Topf für alle Anlässe zu suchen. Ein emaillierter Topf oder einer aus Edelstahl eignet sich gut für Suppen, Marmeladen und langes Kochen. Gusseisen ist hervorragend zum starken Erhitzen und Braten, erfordert aber Pflege des Schutzöls auf der Oberfläche. Eine Antihaftpfanne ist nützlich dort, wo eine möglichst geringe Anhaftung besonders wichtig ist: für Eier, Pfannkuchen oder zarten Fisch.
Das Geheimnis der Langlebigkeit eines alten emaillierten Topfs liegt nicht in verlorenen sowjetischen Technologien. Einfachist seine Beschichtung dazu da, Jahrzehnte lang zu halten, bis sie zerstört wird, während eine Antihaftoberfläche ursprünglich eine andere Funktion erfüllt und im Laufe der Zeit durch Gebrauch abgenutzt wird.