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Flüssigtapeten richtig auf die Wand auftragen

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Foto 2 — Auftragen von Flüssigtapeten auf die Wand Untergrundvorbereitung für Flüssigtapeten Foto 3 — Untergrundvorbereitung Das Grundieren vor Flüssigtapeten ist zwingend erforderlich und garantiert das typische Erscheinungsbild und die Eigenschaften von Flüssigtapeten: dauerhafte Farbstabilität, Tragfähigkeit, verbesserte Schall‑ und Wärmedämmung sowie geringe Wasseraufnahme. Die Art der Vorbereitung hängt vom jeweiligen Untergrund ab, weil unterschiedliche Materialien unterschiedlich mit Wasser — dem universellen Lösungsmittel — reagieren.

 

Foto 2 — Auftragen von Flüssigtapeten auf die Wand

Untergrundvorbereitung für Flüssigtapeten

Foto 3 — Untergrundvorbereitung

Das Grundieren vor dem Auftragen von Flüssigtapeten ist eine zwingende Voraussetzung und die Garantie dafür, dass die Beschichtung die für Flüssigtapeten typischen Eigenschaften erhält: eine über die Zeit stabile Farbpalette, ausreichende Festigkeit, verbesserte Schall‑ und Wärmedämmung sowie eine geringe Feuchtigkeitsaufnahme.

Die konkrete Vorbereitung richtet sich nach dem Untergrund, auf den die Flüssigtapeten aufgebracht werden. Der Grund: Verschiedene Materialien reagieren unterschiedlich auf Wasser — das universelle Lösungsmittel.

Wichtige Hinweise zur Grundierung, je nach Untergrund:

  • Gipskarton: die gesamte Fläche grundieren, da gespachtelte Fugen deutlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen als die Platten selbst; 2–3 Schichten Grundierung gleichen diese Inhomogenitäten aus;
  • Beschichtete Flächen (Dispersionsfarbe): hängt vom Untergrund und der Schichtdicke ab; ist der Anstrich fachgerecht ausgeführt, ist eine zusätzliche Grundierung meist nicht nötig; für bestes Ergebnis Flüssigtapeten innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Anstrich aufbringen;
  • Kreidekalkanstrich (Kalkanstrich/Weißkalk): nach dem vollständigen Entfernen gründlich grundieren;
  • Holzwerkstoffe (z. B. MDF/Spanplatte): um ungleichmäßige Wasseraufnahme zu vermeiden, 2–3 Grundierschichten auftragen;
  • Vollholz: selbst bei hochwertigem Massivholz ist eine Grundierung erforderlich, da Saugfähigkeit und Struktur über die Fläche variieren;
  • Beton: tragfähigen Beton vor Flüssigtapeten mit einer geeigneten Grundierung isolieren;
  • Ölfarbe: abhängig von der Schichtdicke; Ölfarbe wirkt häufig selbst als wirksame Grundierung;
  • Sperrholz: je dicker, desto besser — dennoch 2–3 mal grundieren.

Besonders zu beachten: Alle korrosionsgefährdeten Elemente — Nägel, Schrauben, Anker, Dosen, Paneele, Winkel usw. —, die unter den Flüssigtapeten verdeckt werden, müssen vorab mit einer Schutzschicht (z. B. PF‑Emaille, Latex‑ oder Alkydlack) beschichtet werden.

Es gibt spezielle Grundierungen, die explizit für Flüssigtapeten empfohlen werden, z. B. ALPINA von CAPAROL. Bedenken Sie jedoch: Als brauchbarer Ersatz kann auch eine gute Ölfarbe dienen. Zu CERESIT‑Grundierungen liegen teils negative Erfahrungsberichte vor. Rauhe, ausreichend geschützte Untergründe können direkt beschichtet werden; bei sehr glatten Flächen empfiehlt sich unmittelbar vor dem Auftrag eine Quarzgrundierung. Geeignete Produkte: DUFA Q815, SUPRIM‑GRANIT, CERPLAST. Alternativ lässt sich herkömmliche Grundierung mit Marmor‑/Quarzmehl oder feinem gesiebtem Sand kombinieren. Mitunter sinnvoll: PVA‑Kleber (z. B. als Zusatz zur Dispersionsfarbe) — verbessert die Haftung spürbar.

Werkzeuge zum Auftragen von Flüssigtapeten

Flüssigtapeten sind eine Art dekorativer Putz. Entsprechend eignet sich die übliche Werkzeugausstattung eines Fachputzers auch für das Auftragen von Flüssigtapeten.

Meist ist der Rollenauftrag die primäre manuelle Methode: Mit der Kelle wird die Masse in der gewünschten Schichtstärke auf Wand oder Decke aufgebracht, die Rolle erzeugt anschließend das gewünschte Muster.

Die Wahl der Methode (Rolle, Spritzpistole, Hopper) richtet sich nach der Konsistenz, der Komplexität des Dekors und der Flächengröße. Für große Flächen ist die Kombination Sprüher + Kompressor sinnvoll. Bei sehr großen Projekten lohnt ein Hopper (Trichterpistole): Das erhöht die Produktivität und erleichtert das gleichmäßige Einfärben großer Materialmengen, wenn Pigmente beigemischt werden. Standard‑Spachtel und Pinsel bleiben dennoch unentbehrlich (Grundieren, Reinigen, Ausbessern).

Flüssigtapeten selbst herstellen

Foto 4 — Herstellung

Wie oben erwähnt, bestimmt die Auftragstechnik den Erfolg. Die Herstellung der Flüssigtapete ist dabei mit dem Gießen eines soliden Fundaments vergleichbar. Die hier betrachteten Mischungen haben eine Standardzusammensetzung und lassen sich in Eigenregie ansetzen. Das Verfahren eignet sich für relativ kleine Flächen; die konkrete Marke (COTEX, SILK PLASTER, SENIDECO, SILKCOAT) spielt dabei keine Rolle. Vorgehen:

Den trockenen Inhalt des Beutels in ein ausreichend großes Gefäß geben. Vor dem Ansetzen unbedingt die Herstelleranleitung lesen.

Für eine Standardpackung etwa 5 Liter Wasser verwenden — handwarm, da das Mischen von Hand erfolgt; Wasser zum Trockenmaterial geben.

Das trockene Material gründlich mit der Hand einmischen (bei manchen Sorten sind Rührwerke/Mixer ausdrücklich ungeeignet).

Wasser schrittweise zugeben — etwa glasweise —, bis die für Wand‑ oder Deckenauftrag passende Konsistenz erreicht ist.

Die Mischung muss ausreichend quellen; dazu mehrere Stunden (ggf. über Nacht) stehen lassen. Beachten Sie diese und weitere technologische Aspekte (z. B. Grundierung) bei der Arbeitsplanung.

Foto 5 — Vielfalt der Tapeten

Wichtig: Immer ganze Packungen ansetzen. Jede Packung ist auf eine definierte Fläche ausgelegt; ein Teilen führt zu Abweichungen. Üblich ist eine Ergiebigkeit von 1 kg/5 m². Da sich das Volumen beim Ansetzen vergrößert, empfiehlt es sich, etwas Reserve einzuplanen — besonders wenn parallel noch andere Arbeiten laufen und Nachbesserungen nötig werden können.

Foto 6 — Auftragen von Flüssigtapeten auf die Wand

Video: Mehrere Techniken des Auftragens (Arbeiten mit Kelle, Rolle und mit der Hand für dekorative Effekte)

Flüssigtapeten korrekt auftragen

Foto 7 — Auftragstechnik

Im Allgemeinen werden Flüssigtapeten mit der Kelle aufgebracht. Die traditionelle Vorgehensweise ähnelt der Arbeit mit Putz, weist jedoch einige Besonderheiten auf.

Der korrekte Auftrag verdichtet die Masse nicht wie beim Putzen, sondern lässt die Oberfläche nach dem Auftrag leicht offenporig. Fachleute vergleichen den Prozess mit dem Bestreichen von Brot mit Kaviar: zu starker Druck „zerdrückt die Körnchen“ — die Optik leidet.

Foto 8 — Auftragen von Flüssigtapeten

Selbst verarbeiten — Video: so geht’s

Die Standard‑Schichtdicke auf ebenem Untergrund beträgt 1–2 mm. Das ist die Antwort auf die Frage, wie man Flüssigtapeten richtig aufträgt: gleichmäßig. Bei Unebenheiten, Ausbrüchen oder Rissen steigt der Verbrauch. Ecken und konstruktive Vorsprünge beeinflussen ebenfalls Gleichmäßigkeit und Schichtdicke. Führen Sie die Kelle locker und halten Sie sie in einem Winkel von ca. 20° zur Oberfläche, sodass die Masse in Bewegungsrichtung „ausgestrichen“ wird.

Ist die Schicht zu dünn, bildet sich die gewünschte Textur nicht aus; bei zu dicker Schicht kommt es zu deutlichem Mehrverbrauch. Dekore sollten fließend in die Umgebung übergehen. Achten Sie auf Seitenlicht (Baustrahler/Handlampe), um Unregelmäßigkeiten zuverlässig zu erkennen.

Foto 10 — Auftrag von Flüssigtapeten

Wählen Sie die Arbeitsabschnitte sorgfältig: Es reicht nicht, nur einen Teil einer Fläche zu beschichten. Immer eine Wand/Deckenfläche komplett in einem Zug fertigen — nur so erhalten Sie eine fugenlose, gleichmäßige Oberfläche mit konsistenter Farbe und Textur.

Nach dem Auftrag wird die Oberfläche häufig mit Wasser fein besprüht, um eine gleichmäßige Mikrorauhigkeit zu erzielen. Das beeinflusst nicht das Vorhandensein von Fugen, Ansätzen oder Läufern — weshalb gleichmäßiger Auftrag und die korrekte Materialmengen‑Kalkulation die größten Herausforderungen für Einsteiger sind.

Foto 11 — Auftragen von Flüssigtapeten

Masterclass: Dekorative Beschichtung

http://www.youtube.com/watch?v=vCI4uc7l44E

Für Dekore lassen sich Glitter, Textilfasern u. ä. beimischen. Je nach Art, Konzentration und Kombination der Zusätze ergeben sich unterschiedliche Oberflächenstrukturen. Beachten Sie, dass sich damit nicht nur die Optik, sondern auch Festigkeit und Isolierwirkung verändern können.

Flüssigtapeten: Fragen & Pflege

Foto 12 — Fragen und Pflege

Flüssigtapeten lassen sich schützen und die Nutzungsdauer verlängern. Möglich ist z. B. ein Überzug mit Klarlack — beliebt etwa im Spritzbereich der Küche, wodurch die Frage „Kann man Flüssigtapeten waschen?“ entfällt. Die Reinigung wird einfacher (abwischbar, teils mit milden Reinigern). Überstreichen ist hingegen meist nicht sinnvoll — in solchen Fällen ist ein normaler Anstrich ohne Flüssigtapete zweckmäßiger.

Zum Entfernen von Flüssigtapeten wird die Fläche lokal mit Wasser (Sprühflasche/Farbpistole) befeuchtet. Anschließend den oberen Belag mit der Kelle vorsichtig abnehmen und separat beiseitelegen. Nach Abschluss der Arbeiten kann das entfernte Material wieder angesetzt (mit Wasser) und reappliziert werden. Getrocknete Flüssigtapeten lassen sich über längere Zeit lagern, ohne ihre Eigenschaften zu verlieren.

Flüssigtapeten an der Decke: Besonderheiten

Foto 13 — Auftrag an der Decke

Grundsätzlich gelten dieselben Regeln wie an der Wand. Verwenden Sie für die Decke bevorzugt Mischungen mit kleinen Partikeln — sie lassen sich leichter overhead verarbeiten. Beim Spritzen (Kompressor erforderlich) zunächst eine Grundschicht auftragen, ablüften lassen und dann die Deckschicht.

Flüssigtapeten (Video) für Decken

Für Decken wird empfohlen, mit 1 kg Trockenmischung eine größere Fläche abzudecken als an Wänden — die aufgebrachte Masse sollte an der Decke leichter sein. Besonders wichtig in Räumen mit zusätzlicher Trocknung. Bei Temperaturen unter 10 °C den Raum beheizen — sowohl vor als auch nach dem Auftrag.

Preise: Material & Ausführung

Die Materialpreise für Flüssigtapeten sind zwischen Anbietern oft ähnlich. Da das Material praktisch keine Ablaufdaten kennt, kaufen größere Bauunternehmen häufig auf Vorrat — was bei Kombination von Material + Ausführung (inkl. Untergrundvorbereitung, Spachteln, Anstrich) zu günstigeren Konditionen führen kann. Zur Orientierung (Markenware ab 15–20 US‑$):

  • Kiew: Material ab 50 UAH, Ausführung ab 50 UAH/m²;
  • Moskau: Material ab 300 RUB, Ausführung ab 300 RUB/m².

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