Aber zuerst sollte man das umstellen und hervorholen, was bereits zu Hause vorhanden ist. Im Herbst verändern oft nicht Einkäufe, sondern fünf einfache Gegenstände das Gefühl im Raum.
Vorhänge: Eine dicke Schicht wiederherstellen
Im Sommer bleiben dicke Vorhänge oft wochenlang geöffnet oder werden ganz durch leichte Stoffe ersetzt. Im Herbst wird ihre Rolle deutlicher: Abends verwandelt sich das Fenster in eine große dunkle Fläche, und dicke Stoffe verleihen dem Raum visuell mehr Ordnung.
Falls die Vorhänge mehrere Monate aufbewahrt wurden, sollten sie vor der Wiederverwendung gemäß den Anweisungen für den Stoff aufgefrischt werden. Gleichzeitig kann überprüft werden, ob sie den Heizkörper verdecken und dem warmen Luftstrom den freien Zutritt ins Zimmer erschweren.
Es ist nicht unbedingt notwendig, nur wegen der Jahreszeit ein neues Set zu kaufen. Manchmal reicht es aus, abends die Vorhänge zuzuziehen, die im Sommer kaum verwendet wurden, und zu beobachten, wie sich das Raumgefühl verändert.
Decken und Plaids: dorthin bringen, wo sie wirklich verwendet werden
Eine Decke im obersten Schrank macht die Wohnung nicht wärmer. Im Herbst ist es sinnvoller, sie auf der Armlehne des Sofas, im Sessel oder am Bett zu haben – dort, wo man abends wirklich danach greifen möchte.
Das gilt auch für saisonales Textilien. Wenn es zu Hause bereits eine dickere Decke gibt, warme Kissenbezüge für dekorative Kissen oder Bettwäsche für kühlere Jahreszeiten, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sie hervorzuholen.
Aber es ist nicht notwendig, alles auf einmal zu wechseln. Manchmal reichen bereits eine Decke und ein weiterer Überwurf aus, damit das Schlafzimmer oder der Wohnraum nicht mehr so sommerlich leer wirkt.
Teppich: dorthin zurück, wo den Füßen am kältesten ist
Falls Sie im Sommer den Teppich weggeräumt haben, müssen Sie ihn im Herbst nicht unbedingt genau an seinen ursprünglichen Platz zurückstellen. Es ist sinnvoller, zunächst zu überlegen, wo es am kältesten ist. Das kann der Bereich neben dem Bett, der Platz vor dem Sofa oder die Zone am Tisch auf dem Fliesenboden sein. Manchmal bietet ein kleiner Teppich genau dort mehr Komfort als einer große in der Mitte des Zimmers.
Vor Beginn der neuen Saison sollte der Teppich gereinigt und nach dem Lagern überprüft werden. Ein leichter Teppich auf glattem Boden sollte außerdem mit einer geeigneten rutschfesten Unterlage befestigt werden: Der Komfort verschwindet schnell, wenn er unter den Füßen wegrutscht.
Lampen: Überprüfen Sie nicht nur die Helligkeit, sondern auch den Lichtton
Im Sommer wird das künstliche Licht spät eingeschaltet, weshalb man seinen Charakter kaum bemerkt. Im Herbst laufen die Lampen mehrere Stunden jeden Abend, und plötzlich stellt man fest, dass eine zu grell ist, eine andere blendet, und in der Nähe des Sofas ist es überhaupt nicht bequem zu lesen.
Im Schlafzimmer und im Wohnzimmer fühlt sich vielen ein wärmeres Licht angenehmer an, aber es ist nicht ratsam, alle Lampen auf einmal zu wechseln. Beginnen Sie mit der Lampe, die Sie am häufigsten abends einschalten, und vergleichen Sie die Empfindungen.
Falls Sie die Lampe dennoch wechseln, sind nicht nur der Lichtton, sondern auch der passende Sockel, die Leistung sowie die Einschränkungen der Lampe selbst wichtig. Hier ist es besser, sich an deren Kennzeichnung und Anleitung zu orientieren, anstatt die Glühbirne nur nach der Farbe der Verpackung auszuwählen.
Beleuchtung: Anstelle einer einzigen Leuchte mehrere kleine Lichtquellen verwenden
Im Herbst wird besonders deutlich, wie ungemütlich ein Raum mit einer einzigen hellen Leuchte an der Decke wirken kann. Es gibt zwar Beleuchtung, aber in der Nähe des Sofas ist es dunkel, die Ecke des Zimmers wirkt düster, und abends erscheint der Raum flach.
Bevor Sie neue Leuchten kaufen, schauen Sie sich an, was bereits in der Wohnung vorhanden ist. Vielleicht steht ein Stehlampe im Raum, der kaum genutzt wird, und eine Tischlampe kann näher an den Stuhl oder das Sofa gestellt werden.
Am praktischsten ist es, das Licht nach den Räumen zu verteilen: ein separates Licht bei der Leseecke, ein weiteres am Schreibtisch sowie sanftes Licht dort, wo man abends entspannt. Beim Umstellen ist wichtig, keine Kabel durch die Gänge zu legen und keine Leuchte mit beschädigtem Kabel oder Stecker zu verwenden.
Vor den Herbstkaufen verbringen Sie einen Probetag in der Wohnung. Ziehen Sie dicke Vorhänge zu, holen Sie eine Decke heraus, legen Sie einen Teppich aus und schalten Sie anstelle einer einzigen Leuchte mehrere kleine Lampen ein. Danach wird deutlicher, was wirklich fehlt. Manchmal stellt sich heraus, dass man nicht neue „Herbstdekorationen“ kaufen muss, sondern nur eine Lampe – oder sogar gar nichts.