Betonhaus in Luxemburg
Gelegen an einer ruhigen Wohnstraße zwischen einem alten Bauernhaus und einem Vorstadtvillen, entwarf die Architekturfirma 2001 dieses Ferienhaus in Mondorf-les-Bains, Luxemburg. Das massive Bauwerk wurde nach dem lokalen Helden John „Hercules“ Grün benannt – die Kreatoren des Projekts ließen sich von der Kraft des Champions inspirieren, als sie eine kraftvolle, wie die Spitze eines Eisbergs emporragende Form für die Residenz gestalteten.
Die rauhe Innenausstattung ergänzt die allgemeine Ästhetik der Architektur. Überall im Haus sind offene Betonwände und Decken die Struktur des Gebäudes hervorhebend, die durch eingebaute Möbel, Beleuchtungselemente sowie eine gedämpfte Farbpalette in neutralen Tönen und das vollständige Fehlen von dekorativen Elementen verstärkt wird. Die Terrazzo-Böden in den öffentlichen Räumen ergänzen perfekt die Rauheit der Betonplatten, während natürliches Holz in Form von Wandpaneelen und Parkett im Zusammenspiel mit geschliffenen Betonflächen eine weichere Textur in privaten Bereichen schafft. Die resultierende Einfachheit unterstreicht die Essenz des Projekts: qualitativer Minimalismus fördert die Verbindung zum Kontext.
Große Öffnungen bringen Licht nach innen und ermöglichen Blicke auf die grüne Umgebung. Die östlichen und westlichen Fassaden sind mit Sonnenschutzglas ausgestattet, was einen auffälligen Kontrast zu den nördlichen und südlichen Betonwänden erzeugt und das Projekt nicht nur augenfällig, sondern auch durchdacht macht – denn dieser massive Baukörper reflektiert die umgebende Landschaft.

































