Wie wählt man Schrauben für Gipsplatten aus?
Welche Schrauben sollten verwendet werden, wenn man mit Gipsplatten arbeitet?
Beim Aufbau von Gipsplattendächern und Wänden wird empfohlen, die Profile mithilfe spezieller 9,5-mm-Schrauben und passender Bohrer zu befestigen – Profis nennen diese Schrauben „‘Seeds’“.
Es gibt folgende Schraubengrößen: 9,5 mm, 11 mm, 15 mm, 25 mm, 35 mm, 45 mm, 50 mm, 55 mm, 75 mm, 95 mm, 120 mm.
Abbildung 1 – Wie man Schrauben einsetzt
Für die Verbindung von Metallelementen werden Schrauben mit feinen Gewinden verwendet, während für Holz Schrauben mit groben Gewinden eingesetzt werden.
Zum Arbeiten mit Gipsplatten werden hauptsächlich 25-mm-Schrauben ohne Bohrer sowie 9,5-mm-Schrauben mit Bohrer und entsprechenden Dübeln verwendet. Seltener kommen auch 35- und 45-mm-Schrauben ohne Bohrer zum Einsatz.
Eine ganz logische Frage: Muss man nicht Schrauben mit Bohrer verwenden, da Metallarbeiten geplant sind? Warum genau 25 mm?
Die Antwort ist einfach: Da die Profile in der Regel eine Dicke von 0,8–1 mm haben, können herkömmliche Schrauben diese leicht durchbohren.
Neben der Größe können sich Schrauben auch in ihrer Farbe unterscheiden. Es gibt keinen wesentlichen Unterschied bei der Verwendung bestimmter Farben – Profis empfehlen jedoch weiße „‘Seeds’“.
WICHTIG! Standardmäßige Gipsplatten haben Abmessungen von 120 × 250 cm, also eine Fläche von 3 m².
Schraubenverbrauch
Beim Berechnen des Schraubenverbrauchs ist zu berücksichtigen, dass Gipsplatten in Abständen von 50–70 cm befestigt werden.
Dübel für Gipsplatten
Die Profile der Gipsplatten werden mit Schrauben befestigt, und diese Schrauben halten wiederum die Dübel. Auf dem untenstehenden Bild sind folgende Dübel zu sehen:
- Molly-Dübel;
- 6 × 60-mm-Einschlagdübel mit Kappe;
- 6 × 40-mm-Einschlagdübel mit „‘Brazing’“-Verbindung;
- 6 × 40-mm-Metalldübel.
Abbildung 1 – Arten von Dübeln
WICHTIG! Bei den angegebenen Abmessungen bezieht sich der Begriff „6 × 40-mm-Dübel“ auf einen Dübel mit einem Durchmesser von 6 mm und einer Arbeitslänge von 40 mm.
Zum Befestigen von Metallprofilen an Wänden verwenden Profis häufig 6 × 40-mm-Dübel – die Wand muss dabei glatt und verputzt sein.
Dübel gibt es mit „‘Brazing’“-Verbindung sowie mit Kappe. In der Praxis macht es keinen wesentlichen Unterschied, welche Art von Dübel verwendet wird. Falls jedoch der Dübel in einem Profil oder in einer Gipsplatte versteckt werden soll, ist es besser, einen Dübel mit „‘Brazing’“-Verbindung zu verwenden.
Manchmal müssen Gipsplatten auf bereits verputzten Wänden befestigt werden – in solchen Fällen eignen sich Dübel mit „‘Brazing’“-Verbindung besonders gut, da dadurch keine Spuren auf der Wand bleiben.
Falls zwischen Gipsplatte und Wand Polystyrol oder Steinwolle vorhanden ist, werden längere 6 × 80-mm-Dübel verwendet – eine Arbeitslänge von 40 mm reicht in solchen Fällen nicht aus.
Zum Befestigen von „‘Armstrong’“-Hängedächern sollten Metalldübel verwendet werden. In allen anderen Fällen eignen sich Einschlagdübel besser.
Einschlagdübel bestehen in der Regel aus einem Keil-Dübel und einer Schraube mit helikalem Gewinde. Für Gipsplattendächer können auch Metalldübel wie MOLLY verwendet werden, insbesondere für hohle Konstruktionen.
Zusätzlich gibt es den Kunststoffdübel DRIVA – dieser kann ohne Bohren eingesetzt werden und trägt eine maximale Belastung von 25 kg.
Der „‘Bugle-Dübel’“ ist ein spezieller Dübel, der eine zuverlässige Befestigung von Halterungen in Gipsplatten ermöglicht – egal ob zum Aufhängen von Bildern, Regalen oder anderen Innenelementen. Nach dem Eindrehen dehnt sich dieser Dübel aus und bildet so eine stabile Verbindung.
Abbildung 2 – „‘Bugle-Dübel’“