House G / Karlen + Clemente / Argentinien

In einem rechteckigen Grundstück in einem ruhigen Wohnviertel von Río Tercero entstand das von Karlen + Clemente entworfene House G als zeitgenössischer Wohnraum, der auf räumlicher Ordnung, ökologischer Effizienz sowie einer präzisen Steuerung von Licht und Landschaft beruht. Mit 400 m² erreicht das Haus ein ungewöhnliches Gleichgewicht: Es ist kompakt und zur Straße hin zurückhaltend, zugleich jedoch geräumig, fließend und auf der Nordseite in die Natur eingebettet.
Das Design schafft ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Privatsphäre und Offenheit. Während die Fassade eine kontrollierte Beziehung zur Öffentlichkeit aufrechterhält, entfaltet sich das Haus großzügig um einen inneren Innenhof herum und schafft so eine ruhige Wohnatmosphäre, die vor Lärm sowie visueller Belastung am Stadtrand geschützt ist.
Eine in Logik und Licht begründete Implementierungsstrategie
Der grundlegende strategische Schritt der Architekten bestand darin, die gebaute Masse entlang der gesamten Vorderseite des Grundstücks – von Ost nach West – zu positionieren, wodurch effektiv eine schützende architektonische Barriere entstand. Dadurch wird ein großer zentraler Patio freigeschaffen, der zum Herzstück der sozialen, klimatischen und räumlichen Organisation wird.
Dieser zentrale Innenhof dient als:
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ein Thermoregulator
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ein Licht- und Belüftungskern
eine visuelle Ankerstelle für die Durchführung
ein Verbindungsstück zwischen öffentlichen und privaten Bereichen
Durch die Konzentration von Masse an der Vorderseite und Offenheit im hinteren Bereich wechselt das Haus G schrittweise vom Stadtbild zum Privathaus. Je weiter man ins Haus vordringt, desto durchlässiger, sanfter wird die Architektur und passt sich zunehmend den Rhythmen der Landschaft an.
Eine Abfolge von Räumen, geprägt vom Licht
Das Innere des Hauses entfaltet sich als Abschnitt für Abschnitt wechselnde Atmosphären, wobei jeder Abschnitt durch das Zusammenspiel von Sonnenlicht, Schatten und Materialtextur geprägt ist.
Von der Straße zum Refugium
Die Eingangsbereiche sind absichtlich komprimiert. Eine bescheidene, gefilterte Öffnung führt die Besucher in einen Übergangsbereich, in dem Pflanzen und gedämpfte Materialien den sensorischen Ton verändern.
Der zentrale Innenhof als Lebensherz
Sobald man drinnen ist, öffnet sich die Architektur um den Innenhof herum – einen geräumigen, grünen Raum, der den Himmel in jeden Hauptraum lässt. Die Wohn- und Essbereiche stehen in ständigem Kontakt mit diesem zentralen Raum, wodurch das tägliche Leben natürlich ins Freie ausgedehnt werden kann.
Nördliche Erweiterung in Richtung Garten
Die Raumaufteilung bevorzugt die nördliche Ausrichtung, um passive Sonneneinstrahlung, natürliches Licht und Komfort zu maximieren. Große verglaste Flächen beseitigen Grenzen und verwandeln den Garten in eine natürliche Erweiterung des Hauses.
Diese räumliche Anordnung verstärkt das Bewusstsein für Zeit, Klima und Natur – ein grundlegendes Prinzip der Arbeit von Karlen + Clemente.
Materialität: Warm, ehrlich und langlebig
Haus G zeichnet sich durch eine sorgfältig ausgewählte Farbpalette aus, die Authentizität und Beständigkeit betont. Die Materialien werden in ihrem natürlichen Zustand verwendet, was den ruhigen und zeitlosen Charakter des Hauses unterstreicht.
Stein und Beton
An der Vorderseite werden Stein und Beton zur Gewährleistung von Privatsphäre, Stabilität und Langlebigkeit eingesetzt. Ihre raue Textur fängt Licht und Schatten ein und verleiht den Oberflächen im Laufe des Tages Dynamik.
Holz
Holzdecken sowie maßgefertigte Holzarbeiten mildern die Architektur des Innenraums ab und verleihen sonst geräumigen Räumen Intimität.
Glas
Große Glasflächen schaffen eine visuelle Kontinuität und sorgen dafür, dass Innenhof und Garten stets Teil des täglichen Lebens bleiben.
Durch die Kombination dieser Materialien entsteht ein Gebäude, das sich berührungsempfindlich, atmosphärisch und tief in seinem Standort verwurzelt anfühlt.
Umweltgerechtes Design und passive Strategien
Ausgehend von der Komposition wird das Haus G durch passive Umweltintelligenz geprägt. Zu den wichtigsten Strategien gehören:
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Kreuzlüftung durch innere Terrassen und ausgerichtete Öffnungen
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Nordliche Sonneneinstrahlung für optimale Wärme im Winter
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Tiefe Vordächer, um die Innenräume im Sommer zu schützen
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Thermische Trägheit durch Mauer- und Betonelemente
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Grüne Puffer, die die Luft kühlen und das Licht filtern
Diese Maßnahmen verringern den Energieverbrauch und steigern das Wohlbefinden zu allen Jahreszeiten – was zeigt, dass Nachhaltigkeit untrennbar mit architektonischer Schönheit verbunden sein kann.
Ein Zuhause, das mit seinen Bewohnern wächst
Haus G verbindet geordnete Struktur mit täglicher Flexibilität. Der gesellschaftliche Bereich öffnet sich vollständig nach draußen für Treffen, während die privaten Räume strategisch platziert sind, um einen ruhigen Rückzugsort zu bieten. Der Verkehr fließt natürlich, geleitet von klarer Geometrie statt von aufgezwungenen Gängen.
Dieses Gefühl der intuitiven Bewohnbarkeit spiegelt das Engagement des Studios für Wohnraum wider, der mit seinen Bewohnern wächst, sich anpasst und elegant altern.
Ein zeitgenössisches argentinisches Zuhause mit ruhiger Stärke
Karlen + Clemente haben ein Wohnhaus geschaffen, das sowohl architektonisch präzise als auch emotional ansprechend ist. Haus G wird nicht durch Prunk, sondern durch ruhige Präzision definiert – eine Architektur von Proportionen, Atmosphäre und bodenständiger Materialität. Es ist ein Zuhause, das Licht, Landschaft sowie die täglichen Rituale des häuslichen Lebens feiert.

























