Suna House / YDR Studio / Mexiko

Zwischen Wüste, Bergen und Meer wird ein kreisförmiger Innenhof zur Seele eines modernen Rückzugsorts. Am Ostkap von Baja California Sur gestaltet das Suna House von YDR estudio den Übergang von der trockenen Landschaft zum Meeressrand, wobei Stein, sandfarbener Beton und warmes Holz dazu dienen, die Grenze zwischen Innen- und Außenraum aufzuheben. Das niedrige Gebäude fügt sich in die Dünen und Palmen von La Ribera ein und dreht sich anschließend um einen dramatischen kreisförmigen Innenhof – ein „Raum“ zum Sternegucken unter freiem Himmel, der Bewegung, Brise und Licht auf einer 700 Quadratmeter großen Fläche organisiert; der Bau wurde 2024 abgeschlossen. Sechs Suiten, geräumige Gemeinschaftsräume sowie eine terrassierte Poolterrasse blicken auf das Meer hinaus; Service- und Parkbereiche sind hinter einer Kaktuswand verborgen, wodurch der Zugang allmählich den Horizont und das Wasser sichtbar macht.
Eine präzise Ankunft: Kaktuswand, spiegelnde Module, versteckter Service
Die Eingangsserie legt den Ton vor: Eine skulpturale Kaktuswand verdeckt zwei spiegelbildlich angeordnete Gebäudeteile – Garage und Servicegebäude – sodass das Haupthaus vollständig aufs Meer und den Himmel hinausgeöffnet werden kann, ohne visuelle Störungen. Wüstenartige Terrassen leiten einen zentralen Weg zum Haus und bündeln die Aussichten, bevor der Blick auf die Strandterrasse freigegeben wird.
Der Himmelshof als organisierendes Prinzip
In der Mitte des Hauses dient ein kreisförmiger Hof als sozialer Treffpunkt und Wärmeregulator. Ein eingebauter kreisförmiger Sofa umgibt ein Feuerbecken, bildet nachts Konstellationen ab und lenkt tagsüber die vorherrschenden Brisen. Von diesem zentralen Punkt aus strahlen die Funktionsbereiche in klaren Zonen ab: Soziale Räume zum Meer hin; Schlafzimmer geschützt vor den Wüstenterrassen; Diensträume im hinteren Bereich.
Funktionsbereiche und Grundriss: sechs Suiten, zwei Master-Schlafzimmer
Suna House verfügt über sechs Schlafzimmer – ein Master-Suite mit Meerblick und eine zweite Master-Suite mit Ausblick auf den Innenhof. Zwei weitere Schlafzimmer teilen sich ein Badezimmer sowie ein Doppelbettzimmer; die übrigen Räume blicken auf einen geschützten, wüsteninspirierten Patio im hinteren Bereich. Die Badezimmer aus Travertin sorgen in dem privaten Flügel für eine ruhige, tastbare Atmosphäre.
Herkömmliche Materialien: Stein, sandfarbener Beton, warmes Holz
Die Außenwände sind mit lokalen Steinen verkleidet, die sich in die vor Ort vorhandenen Sande fügen; beiger Beton erinnert an Dünenfarben; Holzelemente verleihen an Eingängen und Deckenkonstruktionen Wärme. Die zurückhaltende Farbpalette hält die Architektur im Hintergrund, während sie gleichzeitig Widerstandsfähigkeit gegen Salz, Sonne und Wind bietet. ArchDaily
Konsequente Strategie für Wohnen im Innen- und Außenbereich sowie Klimamanagement
Von der Eingangstür bis zur Meeresterrasse sorgt das Konzept für eine kontinuierliche, offene Fläche, die Kreuzlüftung und weite Sichtweiten ermöglicht. Am Strand bilden skulpturale stufenförmige Betonkuben einen Pool, ein Spa sowie breite Stufen, die zum Sand hinabführen – sie erweitern das soziale Leben nach außen, während die niedrige Silhouette des Hauses erhalten bleibt.
Landschaft, Licht und Nacht
Die kreisförmige Öffnung im Innenhof verwandelt tagsüber den Himmel in einen leuchtenden Kreis und wird nachts zu einer Art „himmlischem Theater“. Pflanzen mit geringem Wasserbedarf sowie steinige Bodendecker verbinden die beiden Ökologien des Projekts – Küsten- und Wüstengebiet – und reduzieren gleichzeitig Bewässerung sowie Wartungsaufwand in einer empfindlichen Umgebung.






























































